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Gold und Zinsen Die Macht der Fed

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Fed-Freudensprünge am Dax

Vieles deutet darauf hin, dass den Minenbetreibern mit einer Zinserhöhung der Fed weiter schwierige Zeiten anstehen. Einzig für Neueinsteiger könnte ein dreistelliger Goldwert eine gute Chance sein.

Zwar stieg die Nachfrage nach Gold im dritten Quartal etwa in den USA, Indien oder auch Deutschland. „Die Anleger vertrauen den Notenbanken, deshalb kommt der Goldpreis nicht auf die Füße“, sagt etwa der Fondsverwalter John Hathaway.

Die Entwicklungen belegen die große Macht, die die Fed auf die Märkte ausübt. Nicht nur auf Gold, sondern auch auf den Rest der Welt. Die Aussicht auf einen nur schrittweisen Anstieg der Zinsen in den USA hat die Anleger in Fernost am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Dabei verwiesen Analysten auf die jüngsten Fed-Sitzungsprotokolle, die am Vortag veröffentlicht wurden.

Diese voraussichtlich gemäßigte Gangart bei der Straffung der Geldpolitik sorgte wie zuvor an der Wall Street für steigende Kurse in Asien. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 1,1 Prozent im Plus bei 19.859 Punkten.

Für Begeisterung sorgten die Protokolle auch am Dax. Schon kurz nach Handelsbeginn am Morgen stieg der deutsche Leitindex über 11.000 Punkte – zum ersten Mal seit drei Monaten. Am frühe Nachmittag stand der Dax bei 11.078 Punkten – knapp 120 Punkte über Vortageswert. Die exportstarke deutsche Wirtschaft freut ein stärkerer Dollar. Weil international viele Waren in Dollar gehandelt werden, können sie mit Währungsgewinnen rechnen.

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Daei ist es wahrscheinlich, dass der für die Exportwirtschaft positive Kurs anhält und schon am 3. Dezember einen weiteren Schub bekommt. Dann nämlich findet die nächste Sitzung der europäischen Zentralbank (EZB) statt – und EZB-Präsident Draghi hatte zuletzt angedeutet seine Geldpolitik weiter zu lockern.

Aktuell steigt der Euro zwar am zweiten Tag in Folge um zuletzt 0,2 Prozent auf 1,0681 Dollar. Doch eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik würde den Euro im Vergleich zum Dollar weiter senken. Die Parität, also ein Wechselkurs im Verhältnis 1:1, rückt für viele Analysten immer näher.

Mit Material von Reuters, Bloomberg

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