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Gold und Zinsen Die Macht der Fed

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Harte Zeiten für Goldproduzenten

Zumindest einen schwachen Trost hat Davies für Gold-Fans parat: Weil die Dollar-Zinserhöhung schon länger erwartet wird, seien sprunghafte Kursverluste beim Gold nicht zu erwarten. Die Entscheidung der Fed sei schon eingepreist. Dennoch: Fällt der Preis unter 1.000 Dollar, wäre dies das erste Mal seit dem 7. September 2009. Gleichzeitig käme das fast einer Halbierung des Höchstpreises aus dem Jahr 2011 gleich. Damals kostete eine Feinunze 1.900 Dollar.

Für Goldminenbetreiber würde der Fall unter die Marke ebenfalls eine Hiobsbotschaft bedeuten. Es geht um nicht weniger als ihre Rentabilität. So etwa im Falle Barrick Gold, dem weltgrößten Goldproduzenten. Die Kanadier meldeten zuletzt Produktionskosten in Höhe von 1.021 Dollar je Feinunze.

Diese Substanzen sind teurer als Gold
Platz 10: MethamphetaminKosten: 95 Euro pro Gramm Hoher Grammpreis, aber billig im Vergleich zu anderen Drogen: Unter dem Modenamen Crystal Meth gilt Methamphetamin heutzutage als am schnellsten zerstörende Droge überhaupt. Der Gebrauch führt unter anderem zu Karies und Zahnausfall. Quelle: dpa
Platz 9: KokainKosten: 470 Euro pro Gramm Kokain gilt als die Partydroge in besseren Kreisen. Besser Finger weg: Kokain hat ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Quelle: dpa
Platz 8: LSDKosten: 2.300 Euro pro Gramm Lysergsäurediethylamid, kurz LSD genannt, ist in Deutschland ein nichtverkehrsfähiges Betäubungsmittel. Der unerlaubte Gebrauch ist strafbar. In zahlreichen anderen Ländern, wie den USA, ist die Droge verboten. Quelle: dapd
Platz 7: PlutoniumKosten: 3.150 US-Dollar pro Gramm Die Atombombe, die 1945 auf Nagasaki fiel, trug Plutonium als Spaltmaterial in sich. Außer militärischen Zwecken dient Plutonium auch der Energiegewinnung. Es entsteht aus dem Uran der Brennelemente in Atomkraftwerken.   Quelle: REUTERS
Platz 6: TaaffeitKosten: 2.000 bis 15.750 Euro pro Gramm Der irische Forscher Richrd Taaffe entdeckt den Edelstein bei einem Schmuckkauf 1945. Wegen seiner hohen Seltenheit dient er bis heute nur als Schmuckstück. Quelle: Rob Lavinsky, iRocks, Creative Commons, CC BY-SA 3.0
Platz 5: TritiumKosten: 23.616 Euro pro Gramm Tritium ist ein Nebenprodukt der Kernspaltung und kommt auf natürliche Weise nur in der Stratosphäre vor. Damit lassen sich in der Medizin bestimmte Substanzen markieren. Außerdem ist der Stoff fester Bestandteil von Atombomben. Quelle: dpa
Platz 4: DiamantenKosten: ein farbloser Stein von einem Karat kann über 50.000 Euro pro Gramm kosten Diamanten machen was her und sind der härteste natürliche Stoff der Welt. Ihr Aussehen macht sie zu Kostbarkeiten der Schmuckbranche, ihre Härte zu einem begehrten Schneidstoff in der Industrie. Quelle: AP

Ohnehin steht das Unternehmen unter immensem Druck. Im Sommer senkte Moody’s Barricks Kreditrating auf Baa3. Damit rät die Ratingagentur Investoren zur Vorsicht. Die Kanadier bemühen sich um Schadensbegrenzung. Durch den Verkauf von vier Minen konnte sie ihre Schulden in diesem Jahr bereits über drei Milliarden reduzieren. 2016 sollen weitere zwei Milliarden abgebaut werden.

Trotzdem liegt die Verschuldung noch bei knapp 12 Milliarden Euro. Die Börsianer bleiben skeptisch. Seit der Moody’s Herabstufung im August fiel der Kurs um mehr als zwei Prozent. Schlimmer wird das Bild im Jahresvergleich: Barrick verlor ein Drittel seines Börsenwertes.

Bei den Konkurrenten sieht es nicht besser aus. Der drittgrößte Goldproduzent, Anglogold Ashanti besitzt ein gleichschlechtes Moody’s Rating wie Barrick (Baa3). Sein Börsenwert fiel in den vergangenen zwölf Monaten um ein Viertel. Einzig Newmont Mining, die Nummer zwei am Markt, konnte seinen Aktienkurs im Jahresvergleich halten. Vergleicht man die zurückliegenden drei Jahre, ging die Bewertung allerdings um mehr als die Hälfte zurück.

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