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Günstige Papiere Die zehn besten US-Aktien für 2014

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Citigroup, Deere, GM

Das Citibank-Gebäude in New York Quelle: AP

Die US-Großbank hat eine gute Kapitalausstattung. Unter den international wichtigen („systemrelevanten“) Banken ist sie am besten aufgestellt. Die Aktien sind billig. Sie werden zu weniger als dem Zehnfachen des für 2014 erwarteten Gewinns und unter dem Wert der materiellen Vermögenswerte (Häuser, Computer, Fahrzeuge etc.) gehandelt; das ist eines der niedrigsten KGVs in der gesamten Finanzbranche – und kein anderer Finanzdienstleister notiert unter seinem materiellen Buchwert.

Die Bank profitiert von ihrer Präsenz in 100 Ländern. Citi-Chef Michael Corbat, der das Ruder vor einem Jahr übernahm, ist selbst Banker – der erste Brancheninsider bei Citi seit über einem Jahrzehnt. Mit seiner ruhigen Art und seinem disziplinierten und bescheidenen Ansatz ist er dabei, die Wall Street für sich einzunehmen. Nach Ansicht von Analysten wird Citi die Genehmigung zur Anhebung der lächerlich kleinen Dividende von einem Cent pro Quartal erhalten. Außerdem dürfte die Bank ihr Aktienrückkaufprogramm 2014 ausweiten.

Deere

Eine Industrieaktie, die mit einem KGV von zehn gehandelt wird, findet man nicht so oft, schon gar nicht einen Branchenführer wie Deere. Kluge Anleger, darunter Berkshire Hathaway und Cascade, die Beteiligungsgesellschaft von Bill Gates, haben sie im Portfolio. Was dem führenden US-Landmaschinenbauer aber zu schaffen macht: Die US-Farmer leiden nicht nur unter einem Rückgang der Getreidepreise, sie müssen auch mit einem Rückgang ihrer Absätze rechnen, weil die US-Regierung die Steueranreize zurückfahren will. Für das laufende Finanzjahr, das im nächsten Oktober zu Ende geht, erwartet Deere einen Umsatzrückgang im einstelligen Bereich. Die Wall Street sieht die Aktie daher als totes Kapital. Eine so niedrige Bewertung kann zum Katalysator werden, etwa weil sie einen aktivistischen Investor auf den Plan ruft.

Langfristig stehen die Aussichten für Deere gut, denn die wachsende Weltbevölkerung braucht mehr Nahrungsmittel, und die lassen sich nur mit erhöhtem Maschineneinsatz erzeugen. Das Unternehmen hat eine starke Bilanz, und es hat sein Aktienrückkaufprogramm auf acht Milliarden Dollar aufgestockt, eine Summe, die etwa einem Viertel des Marktwertes entspricht. Deere ist die Art von Unternehmen, bei dem Warren Buffett liebend gern zuschlagen würde, wenn es zu haben wäre.

Der US-Autokonzern schreibt wieder schwarze Zahlen und hat seine Fahrzeugmodelle überarbeitet, dürfte ab 2014 auch eine Dividende ausschütten und eine große Menge eigener Aktien zurückkaufen. Die GM-Aktien sind in diesem Jahr bereits 36 Prozent gestiegen; dennoch werden sie nur mit einem KGV von acht auf Basis des für 2014 erwarteten Gewinns gehandelt. Investoren wie Hedgefonds-Manager David Einhorn und Berkshire Hathaway haben sie bereits im Portfolio. Die Regierung in Washington dürfte den Rest ihrer Beteiligung an dem einst maroden Autobauer bis Ende des Jahres verkaufen. Gerüchten zufolge will GM den von der kanadischen Regierung gehaltenen Anteil im Wert von vier Milliarden Dollar im kommenden Jahr zurückkaufen.

GM hat (nach Abzug der Schulden und Vorzugsaktien) eine Cash-Position von 15 Milliarden Dollar und erwirtschaftet jährlich einen freien Cash-Flow von acht Milliarden Dollar. Im kommenden Jahr können Anleger mit einer Erstdividende und einer Dividendenrendite von ein bis zwei Prozent rechnen. GM könnte die bessere Wahl sein als Ford. Die Ford-Aktie wird mit Aufschlag gehandelt, und das Unternehmen tätigt keine Aktienrückkäufe.

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