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Günstige Papiere Die zehn besten US-Aktien für 2014

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Intel, MetLife, Nestlé, Simon Property und US Airways

Welche US-Aktien in nächster Zeit abräumen dürften

Der US-Chipkonzern könnte 2014 an der Wall Street für Überraschung sorgen. Bedenken wegen der zu hohen Abhängigkeit vom schwachen PC-Markt und der mangelnden Präsenz bei Tablets und Smartphones lösen sich zusehends in Luft auf. Die Intel-Aktien werden zum 13-Fachen des für 2014 erwarteten Gewinns gehandelt und rentieren mit 3,7 Prozent. Kein anderes großes Technologieunternehmen hat eine so hohe Dividendenrendite. Es gibt Anzeichen, dass es am PC-Markt demnächst wieder aufwärts gehen könnte. Außerdem will Intel verstärkt auch am Markt für Tablets und Smartphones mitmischen. Noch dominieren auf diesen beiden Märkten ARM-Prozessoren und Chips von Qualcomm. Intel will sich mit Chips mit höherer Rechenleistung und reduziertem Stromverbrauch ein größeres Stück vom Kuchen sichern. Mark Lipacis, Branchenanalyst bei der US-Investmentbank Jefferies, schreibt, Intel werde bald „erstmalig einen Produktvorteil am Mobile-Markt“ haben.

Selbst nach dem starken Kursanstieg um 55 Prozent in diesem Jahr notieren die Aktien des US-Lebensversicherers auf Basis der Gewinnerwartungen für 2014 mit einem KGV von weniger als zehn und mit nur leichtem Aufschlag zum konservativ berechneten Buchwert. Morgan-Stanley-Analyst Nigel Dally gefällt MetLife, weil das Unternehmen „steigende Erträge und ein gesundes Wachstum aufweist und seine Kosten stetig senkt“. Die Eigenkapitalrendite liegt bei beachtlichen elf Prozent. Anleger können mit MetLife auf einen Anstieg der Zinsen setzen, denn wenn der kommt, können Lebensversicherer die Erlöse fällig werdender Anleihen zu attraktiveren Konditionen reinvestieren.

Nestlé

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern hat dank seiner starken Präsenz in den Entwicklungsländern die branchenweit besten Wachstumsaussichten. Der Schweizer Konzern peilt ein organisches Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent jährlich an. Nestlé ist zwar nicht billig, aber im Sonderangebot gab es die Nestlé-Aktien praktisch noch nie. Der Grund dafür ist das starke globale Produktportfolio (Süßwaren, Kaffee, Getränke, Eis und Milchprodukte, Babynahrung und Tierfutter) sowie der Umstand, dass Nestlé seit mehr als 25 Jahren jedes Jahr Gewinn und Dividende erhöht. Nestlé besitzt zudem fast 30 Prozent am Kosmetikhersteller L’Oréal, welcher allein 30 Milliarden Dollar wert ist. Wenn man diesen Anteil abzieht, notieren die Aktien nur mit einem kleinen Aufschlag zu (deutlich langsamer wachsenden) US-Nahrungsmittelkonzernen wie General Mills und Kellogg.

Der Online-Handel nimmt zwar zu, aber die Amerikaner kaufen noch immer gern in Einkaufszentren. Am vergangenen Thanksgiving-Wochenende verzeichneten Einzelhändler deutlich mehr Besucher als 2012. Simon Property Group ist mit 220 traditionellen Einkaufszentren und Outlets Marktführer unter den US-Bestandshaltern für Shopping-Immobilien. Simon kann seine hohen Dividenden bequem aus dem Gewinn decken und generiert darüber hinaus einen freien Cash-Flow von rund einer Milliarde Dollar pro Jahr – genug, um in weitere Center zu investieren. So werden bestehende Einkaufszentren stetig vergrößert und neue Wachstumsprojekte finanziert. Die Funds from Operations (FFO) – in der Immobilienwirtschaft eine Schlüsselkennzahl für die Rentabilität eines Unternehmens – könnten 2014 um rund acht Prozent steigen.

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Die US-Regierung hat den Zusammenschluss von American Airlines mit US Airways gebilligt. Die daraus entstandene weltgrößte Fluggesellschaft ist wahrscheinlich der größte Nutznießer der Konsolidierung in der US-Luftfahrtindustrie. Nur noch vier Fluglinien – US Airways, Delta, United-Continental und Southwest – werden bald mehr als 80 Prozent des Inlandsflugverkehrs in den USA abdecken – eine Tatsache, die eine vernünftige Preisgestaltung ermöglicht und bei steigenden Ölpreisen entsprechende Preissteigerungen durchsetzbar machen sollte. Zunächst könnte es noch fusions- und integrationsbezogene Probleme geben, die jedoch schon 2015 überwunden sein sollten.

Fazit: Auch wenn US-Aktien nicht mehr billig sind – es könnte sich auch 2014 lohnen, nach versteckten Schätzen zu tauchen.

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