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Gute Bilanzen US-Börsen legen nach jüngstem Ausverkauf wieder zu

New York Stock Exchange Quelle: AP

Erfreuliche Unternehmensbilanzen sorgen an den US-Börsen – nach dem heftigsten Kursrutsch bei den Technologiewerten seit dem Jahr 2011 – wieder für mehr Optimismus. Microsoft, Ford und Tesla legen zu.

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Die US-Börsen haben sich nach dem heftigsten Kursrutsch bei den Technologiewerten seit dem Jahr 2011 erholt. Erfreuliche Quartalszahlen von Firmen wie Microsoft, Ford und Twitter hätten am Donnerstag dazu beigetragen, dass der Markt sich gefangen habe, sagten Händler. Zudem seien Schnäppchenjäger unterwegs. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 24.984 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 1,9 Prozent auf 2705 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte drei Prozent auf 7318 Stellen zu. Der Dax in Frankfurt war zuvor ein Prozent fester aus dem Handel gegangen.

Am Mittwoch hatte die Nasdaq 4,4 Prozent eingebüßt, nachdem die Chiphersteller Texas Instruments und STMicro vor einer sich abschwächenden Nachfrage gewarnt hatten. Zudem kam grundsätzlich die Frage auf, ob die Gewinnerwartungen an die Unternehmen nicht zu hoch seien. Am Donnerstag wies Intel nach Börsenschluss einen Anstieg des Nettogewinns im dritten Quartal um 42 Prozent aus. Die Papiere legten im nachbörslichen Handel 3,5 Prozent zu.

Doch schon zuvor war die Stimmung am Markt wieder optimistischer gewesen. Schließlich ließen bei Microsoft ein florierendes Cloud-Geschäft und die starke Nachfrage nach der Büro-Software „Office 365“ die Kassen klingeln. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal kletterte um ein Drittel auf rund 8,8 Milliarden Dollar, der Umsatz des weltgrößten Software-Anbieters legte um 19 Prozent zu. Die Aktien stiegen um 5,8 Prozent.

Twitter-Papiere legten um 15,5 Prozent. Der Kurznachrichtendienst hat trotz gesunkener Nutzerzahlen seinen Umsatz deutlich gesteigert. Auf der Überholspur fuhr auch Tesla. Die Anteilsscheine des Elektroauto-Pioniers stiegen dank des ersten Quartalsgewinns seit zwei Jahren um 9,1 Prozent. Bei Ford ging es gar 9,9 Prozent bergauf. Der zweitgrößte US-Autobauer hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und seinen Jahresausblick bekräftigt. Für Hershey ging es dagegen 4,9 Prozent bergab. Der Quartalsumsatz des „KitKat"-Produzenten blieb leicht hinter der Markterwartung und der Gewinn schrumpfte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Milliarden Aktien den Besitzer. 2561 Werte legten zu, 1089 gaben nach und 169 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,7 Milliarden Aktien 2174 Titel im Plus, 895 im Minus und 153 unverändert.
An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 97-26/32 nach. Sie rentierten mit 3,1337 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 02/32 auf 93-14/32 nach und hatten eine Rendite von 3,3496 Prozent.

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