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Hedgefondsgesellschaft Paulson drängt offenbar Anleger aus einigen seiner Hedgefonds

Der Milliardär John Paulson öffnet scheinbar die Tür für Kapitalabflüsse, nachdem das Vermögen seiner Hedgefonds abgeschmolzen ist.

Paulsons Anteil an den Fonds seines Unternehmens ist in den letzten Jahren gestiegen, da die Anleger ausschieden und die Performance einiger Fonds litt. Quelle: dpa

Paulsons gleichnamige Hedgefondsgesellschaft, einst eine der größten in der Branche, wird bei einigen Fonds, darunter dem Credit Opportunities, Geld an Investoren zurückgeben. Das will Bloomberg von Insidern erfahren haben. Anleger bei diesem Credit-Fonds können ihr Geld in einen separaten Pool transferieren, oder sie werden gezwungen, sie zurückzunehmen. Die Hedgefonds-Firma fährt auch damit fort, Personal abzubauen.

Es ist eine ernüchternde Wendung für Paulson, der vor zehn Jahren mit einer dramatischen, gewinnbringenden Wette gegen den US-Immobilienmarkt zu Ruhm und Reichtum kam. Aber nach einer Reihe von Fehlschlägen ist das verwaltete Vermögen der Gesellschaft von einem Spitzenwert bei 38 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 auf rund 9 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Das meiste von dem, was noch übrig ist, gehört Paulson.

Paulsons Anteil an den Fonds des Unternehmens ist in den letzten Jahren gestiegen, da die Anleger ausschieden und die Performance einiger Fonds litt. Paulsons Kapital und das seiner internen Mitarbeiter machen bei mindestens fünf Fonds 90 Prozent oder mehr der Gelder aus, wie Bloomberg berichtet hat. Die von den aktuellen Änderungen betroffenen Fonds verwalten überwiegend sein persönliches Geld.

Die Frage ist nun, ob der 62-jährige Paulson seine Firma endgültig für externe Investoren schließen wird. Momentan gebe es keine unmittelbaren Pläne, die Firma in ein Family Office umzuwandeln, hieß es von Personen aus Paulsons Umfeld. Stattdessen konzentriere er sich neuerdings auf Distressed-Debt- und Merger-Arbitrage-Strategien.

Ein Vertreter des Unternehmens lehnte eine Stellungnahme zu den Veränderungen der Fonds ab.

Der Verlust von Anlagegeldern kann es für die Firma erschweren, die Geschäfte weiterzuführen und das Personal zu bezahlen. Die Gesellschaft hat vergangene Woche ihren Leiter Handel Keith Hannan entlassen, sowie den Chef-Credit-Händler Brad Rosenberg und die Partner Victor Flores und Allen Puwalski.

Die Kürzungen tragen zu einer Reihe von Entlassungen bei, durch die die Mitarbeiterzahl bereits von 128 im Jahr 2016 auf 95 gesunken ist, wie Bloomberg im vergangenen Monat berichtete. Zu den vorherigen Abgängen gehörten der Vermögensverwalter Guy Levy und sein Team, das einen Long-Short-Aktienfonds betreute, der rund 5 Prozent der Vermögenswerte des Unternehmens umfasste. Auch Jim Wong, der Leiter Investor Relations, ging. Sheru Chowdhry, Co-Manager des Credit Opportunities Fonds, ging im Juni und Credit-Analyst Nitin Dahiya ist ebenfalls weg. Das Investor-Relations-Team des Unternehmens hat ebenfalls mehrere Mitarbeiter verloren.

„Wir restrukturieren das Unternehmen, um uns auf unsere Kernkompetenzen in wachsenden Bereichen zu konzentrieren“, hieß es am Freitag vom Hedgefonds zu den Entlassungen.

Paulson verlegt dieses Jahr auch den New Yorker Hauptsitz seiner Hedgefondsgesellschaft in die Büros von Steinway Musical Instruments, den Hersteller von Konzertflügeln, den er im Jahr 2013 gekauft hatte.

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