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Höchster Stand seit Anfang März Ölpreise setzen Erholungsrally fort

Die Opec und ihre Partner hatten am Samstag beschlossen, die Drosselung der Ölproduktion um einen weiteren Monat zu verlängern. Quelle: dpa

Die Opec und ihre Partner werden die Ölproduktion auch im Juni noch drosseln, um den Ölpreis nach dem Corona-Crash weiter zu stabilisieren. Die Entscheidung zeigte am Markt bereits Wirkung.

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Die Ölpreise sind nach der Entscheidung der Staaten des Förderkartells Opec und der Kooperationspartner über eine verlängerte Drosselung der Produktion weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte am Montagmorgen um bis zu 1,11 Dollar oder knapp drei Prozent auf 43,41 Dollar zu und damit auf den höchsten Stand seit Anfang März. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um bis zu 89 Cent oder rund zwei Prozent auf 40,44 Dollar. Damit setzten die Ölpreise ihre rasante Erholung der vergangenen Wochen fort.

Die Opec und ihre Partner hatten am Samstag beschlossen, die Drosselung der Ölproduktion um einen weiteren Monat zu verlängern. Die teilnehmenden Länder der sogenannten Opec+ hätten bei einer Videokonferenz dafür gestimmt, dass auch im Juli die Ölproduktion um knapp zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gedrosselt werde, hieß es. Dies soll helfen, die Ölpreise zu stabilisieren. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise ist der Ölverbrauch eingebrochen.

Das Kartell teilte weiter mit, dass die bislang bestehende Vereinbarung zu einer „vorläufigen Erholung der Weltwirtschaft und des Ölmarktes“ beigetragen habe. Alle großen Produzenten müssten sich nun weiterhin zur Stabilisierung des Marktes verpflichten.

Die Organisation Erdöl produzierender Staaten (Opec) und die anderen Länder hatten sich im April darauf verständigt, die Öl-Förderung um 9,7 Millionen Barrel pro Tag für die Monate Mai und Juni zu kürzen.

Die Ölpreise befinden sich nach dem Corona-Crash seit Ende April auf einem Erholungskurs. So stieg der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent seit dem Mitte April erreichten Tief inzwischen wieder um rund 170 Prozent. Auch die Preise für die US-Sorte WTI zogen wieder kräftig an. Im Zuge der Coronakrise waren die Ölpreise kollabiert - so fiel der Brent-Preis von rund 60 Dollar Mitte Februar bis auf 16 Dollar im April.

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Eugen Weinberg, Chef-Rohstoffanalyst der Commerzbank, spricht im Interview über den dramatischen Preisverfall beim Öl – und den Dreikampf zwischen Russland, Saudi-Arabien und den USA. Lesen Sie das Interview hier.

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