Index neu gemischt EuroStoxx-Aufstieg beflügelt Post-Aktie

Europas erste Börsenliga, der EuroStoxx50, wird im September neu gemischt. Während E.On als Absteiger feststeht, feiern die Aktionäre der Deutschen Post den Aufstieg.

Der Post-Tower in Bonn. Quelle: dpa

Die Aktie der Deutschen Post steigt zum 23. September in den EuroStoxx50 auf - die Anleger freut's. Das Papier kletterte am Montag um 2,9 Prozent auf 22,53 Euro und war damit Spitzenreiter im Dax.

Damit verdrängt die Deutsche Post den Stahlkonzern ArcelorMittal aus der ersten europäischen Börsenliga, wie der Indexbetreiber Stoxx Ltd. am Wochenende mitteilte. Auch der deutsche Energieversorger RWE war als möglicher Abstiegskandidat in Frage gekommen, durfte aber im EuroStoxx verbleiben. Händler werteten das als positive Überraschung.

Während RWE also den Klassenerhalt geschafft hat, muss sich E.On aus dem EuroStoxx50 verabschieden. Anleger tangierte das bisher kaum, die Papiere lagen am Montag mit 0,5 Prozent knapp im Plus, RWE-Aktien kletterten ebenfalls um 0,8 Prozent.

Vor allem eine Wandelanleihe ebnete der Deutschen Post den Weg zum Aufstieg. Durch das seit dem vergangenen Quartal laufende Papier legte der Anteil der frei handelbaren Aktien zu. Grundsätzlich hatten Aktionäre der Deutschen Post zuletzt wenig zu meckern. Allein in den vergangenen drei Monaten legte die Aktie um 17 Prozent zu. Die Aktie kostet das 13-fache des Gewinns (KGV) und ist damit angesichts der guten Performance immer noch relativ günstig bewertet. Außerdem punktet das ehemalige Staatsunternehmen mit einer Dividendenrendite von knapp vier Prozent.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Für die kommenden Monate achten Analysten unter anderem auf den Portopreis. Denn im Herbst soll die Formel für die Portoerhöhung erneut überprüft werden. Da allerdings erst im vergangenen Jahr der Preis fürs Briefporto erhöht wurde, sei eine erneute Preissteigerung unwahrscheinlich, schreibt Commerzbank-Analyst Johannes Braun. Eine Preissteigerung oder -senkung um einen Prozent verändere das operative Ergebnis der Post um 30 Millionen Euro.

Nicht nur von den Preissteigerungen profitierten die Bonner zuletzt, auch die Zuwächse im Online-Handel wollen sie mit Paket-Tochter DHL noch stärker ausnutzen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%