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Investieren in die Ölbranche Die besten Ölmultis für Anleger

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Chancen und Risiken

Royal Dutch Schell

Gewinn Der Konzern beziffert den den Aktionären zurechenbaren Gewinn im vierten Quartal auf 595 Millionen Dollar – 66,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Shell reagiert sensibler auf fallende Preise als Exxon: Citi schätzt, dass ein Dollar pro Barrel den Gewinn pro Aktie um 1,8 Prozent drückt, entsprechend stark ist der Hebel bei steigenden Preisen.

Investitionen Shell will Projekte verschieben oder begraben und so in den nächsten drei Jahren stolze 15 Milliarden Dollar weniger investieren. Da derzeit alle Ölgiganten Investitionen zurückfahren, könnte sich das Überangebot auf dem Ölmarkt in zu knappes Angebot umkehren. Die Opec hat bereits gewarnt, dass der Preis auf 200 Dollar steigen könne, wenn keiner mehr nach neuen Ölfeldern sucht.

Dividenden Shell will die Dividende stabil halten, angesichts von 21,6 Milliarden Dollar Cash machbar. Rendite: 5,5 Prozent.

Chance Zum Konzern gehört auch ein Netz aus weltweit 44 000 Tankstellen – das diversifiziert das Geschäft.

Fazit Die Bilanz ist stark, doch kürzt Shell Investitionen zu sehr, gerät der Konzern bei steigenden Preisen langfristig ins Hintertreffen. Trotzdem spekulativ ein Kauf.

Fakten zum Rohölpreis

Chevron

Gewinn Der US-Konzern hat im vierten Quartal den niedrigsten Gewinn seit fünf Jahren gemeldet – der Nettogewinn brach um 30 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ein. Kein Wunder: Geschätzt beeinflusst eine Preisänderung um einen Dollar pro Barrel den Gewinn pro Aktie um 1,4 Prozent.

Investitionen Die Nummer zwei der USA hat das Aktienrückkaufprogramm für 2015 ausgesetzt. 2014 hatte Chevron noch eigene Papiere für fünf Milliarden Dollar gekauft. Damit fehlt eine wichtige Kursstütze.

Dividenden Chevron hält die Höhe der Ausschüttung das vierte Quartal in Folge unverändert. Aktuelle Rendite: 3,9 Prozent.

Finanzlage Wie lange Chevron die großzügige Dividende durchhält, ist fraglich. Die Verschuldung hat sich Ende 2014 im Vergleich zu 2013 um 7,4 Milliarden Dollar rasant erhöht – auf 27,8 Milliarden Dollar. Auch die Cash-Reserve ist um 3,5 Milliarden geschrumpft – auf 12,8 Milliarden.

Risiko Ecuador versucht, 9,5 Milliarden Dollar von Chevron einzutreiben.

Fazit Nicht unser Favorit. Der Aktienkurs in Dollar hat sich vom Tief aber erst gut neun Prozent erholt, etwas Luft ist noch.

So schlagen sich die Förderkonzerne
Anlage von ExxonMobil Quelle: Reuters
Bp Quelle: Presse
Chevron Quelle: AP
Logo von Total Quelle: REUTERS
Rosneft: Der WackelkandidatDer staatliche russische Ölriese ist hoch verschuldet. Rosneft leidet unter den Sanktionen des Westens gegen Russland wegen der Ukraine-Krise. Vergangene Woche musste Rosneft-Chef Igor Sechin Präsident Wladimir Putin melden, dass er 2015 die Investitionen um zehn Prozent kürzen wird. Umsatz**: 37 Mrd. Dollar (-8 %) Gewinn**: 4,5 Mrd. Dollar (-4 %) ** 3. Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahresquartal Quelle: REUTERS
Royal Dutch Shell Quelle: REUTERS

Statoil

Gewinn Der Öl- und Gaskonzern hat 2014 umgerechnet 2,6 Milliarden Euro Nettogewinn gemeldet – im vierten Quartal aber eine Milliarde Verlust, aus Erkundungsprojekten und Abschreibungen auf Bohrvorhaben. Hier droht also keine Überraschung mehr.

Dividenden Sie will Statoil stabil halten und für das vierte Quartal 1,8 norwegische Kronen (0,21 Euro) zahlen. Die Summe soll die ersten drei Quartale gelten. Rendite: rund fünf Prozent. Achtung: Der freie Cash-Flow würde die Dividende 2016 nur bei einem Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel decken. Bleibt er drunter, könnte die Rechnung nicht aufgehen. Das dürfte aber auch für andere Ölgiganten gelten. Und Statoil könnte sich von Randgeschäften trennen, um Geld in die Kasse zu bekommen.

Finanzlage Der Bösenwert von 54 Milliarden Euro ist zu einem knappen Fünftel durch umgerechnet 9,7 Milliarden Cash gedeckt. Dem stehen 27 Milliarden Euro Schulden gegenüber.

Börse



Chance Stabilität gibt der norwegische Staat, er hält 67 Prozent. Wer das Papier kauft, investiert auch in norwegische Kronen. Aus Sicht des Euro-Anlegers bietet Statoil so doppelten Hebel: Die Krone steigt und fällt oft mit dem Ölpreis. Wer einsteigt, könnte bei steigenden Ölpreisen auch von der starken Krone profitieren.

Fazit Mit KGV über 20 schon recht teuer, dafür kommt das Öl aus politisch stabilen Regionen, ist also weltkrisenfest.

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