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Keine Stabilisierung in Sicht Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief

Der Inflationszuwachs ist den türkischen Anlegern zu viel – sie ziehen sich aus der Landeswährung zurück. Erdogan will erst nach den Wahlen reagieren.

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Die türkische Regierung stützt ihre Landeswährung und erhöhte den Leitzins um drei Punkte auf 16,5 Prozent. Quelle: Reuters

Frankfurt Die Talfahrt der türkischen Börsen geht weiter. Wegen Zweifeln an einer baldigen Stabilisierung der Inflation zogen sich Anleger aus der Währung des Landes zurück. Dadurch stieg der Kurs des Dollar auf ein Rekordhoch von 4,2973 Lira.

Die Verkäufe türkischer Staatsanleihen trieben die Rendite der zehnjährigen Titel auf 13,97 Prozent. Das ist ein Plus von mehr als einem Prozentpunkt innerhalb weniger Tage. Der Leitindex der Istanbuler Börse rutschte erstmals seit sieben Monaten zeitweise unter die Marke von 100.000 Punkten.

Die Türkei leidet unter einem hohen Leistungsbilanzdefizit und einer Inflation von mehr als zehn Prozent. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich wiederholt gegen Zinserhöhungen ausgesprochen. Bei einer Veranstaltung am Wochenende versprach er Anhängern für die Zeit nach der Präsidenten- und Parlamentswahl im Juni niedrigere Zinsen und eine geringere Inflation.

Am Dienstag kritisierte Erdogan die aktuelle Lira-Verkaufswelle. Er werde diesen Angriff auf die türkische Wirtschaft abwehren. Entsprechende Pläne hierfür habe er bereits in der Schublade.

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