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Klage gegen Craig Wright Selbsternannter Bitcoin-Gründer soll fünf Milliarden Dollar unterschlagen haben

Selbsternannter Bitcoin-Gründer Craig Wright wird verklagt. Er soll Bitcoins seines Partners Dave Kleiman im Wert von fünf Milliarden Dollar auf sich überschrieben haben.

Bitcoin: Selbsternannter Gründer wird verklagt Quelle: Reuters

Craig Wright, der selbsternannte Erfinder von Bitcoin, wird beschuldigt, seinen 2013 verstorbenen Kryptokollegen Dave Kleiman hintergangen zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Familie von Dave Kleiman vermutet, dass Wright Verträge und Unterschriften gefälscht habe, um an Bitcoins von Kleiman zu gelangen. Sie besteht darauf, dass sie die Rechte an mehr als einer Million Bitcoins im Wert von fünf Milliarden Dollar und Blockchain-Technologien besitzen, die Kleiman zu Lebzeiten generiert hat. Außerdem wirft die Familie dem Unternehmer vor, gegenüber Kleiman Partnerschaftsverpflichtungen verletzt zu haben und sich unrechtmäßig bereichert zu haben.

„Craig hat eine Reihe von Verträgen erstellt, die angeblich Daves Vermögenswerte und von ihm kontrollierte Unternehmen auf ihn übertragen“, heißt es im Schreiben der Anwälte der Familie Kleiman. „Craig hat diese Verträge zurückdatiert und Daves Unterschrift gefälscht.“

2016 hat Wright in einem Blog und Interviews behauptet, dass er die computergestützte Währung unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erfunden hatte. Doch nachdem Skeptiker die Behauptungen in Frage gestellt hatten, sagte Wright, dass er entschieden habe, diese Aussage nicht weiter mit Beweisen zu untermauern.

Wright und Kleiman gründeten 2011 zusammen ein in Florida ansässiges Unternehmen namens W & K Info Defence Research LLC, das sich laut Gericht auf Cybersicherheit konzentriert. Die beiden sollen aber bereits vor der Firmengründung zusammen an der Kryptowährung gearbeitet und Bitcoins hergestellt haben.

Zum Zeitpunkt des Todes von Kleiman kontrollierten sie zusammen bis zu 1,1 Millionen Bitcoins, heißt es in der Klageschrift, die dem Bundesgericht in West Palm Beach des Bundesstaats Florida vorliegt.

Wright und Kleiman hielten zudem Treuhandfonds in Singapur, auf den Seychellen und im Vereinigten Königreich, heißt es weiter. Die Klageschrift enthält auch einen E-Mail-Verkehr zwischen Kleimans Bruder und Wright, indem der Unternehmer angibt 300.000 Bitcoins von Dave Kleiman zu besitzen.

Craig Wright, ein Australier, der in London lebt, war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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