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Konjunkturindikatoren Die Zeichen stehen schlecht für China-Anleger

Die Wachstumslokomotive China verliert an Dampf. Das macht sich auch an den Märkten bemerkbar. Deutsche Unternehmen machen im Reich der Mitte aber weiter gute Geschäfte. Nur gutes Personal ist rar und teuer.

Fabers düstere Prognose für China
Marc Faber Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
Rio de Janeiro Quelle: dapd
Kupfermine in Chile Quelle: IVAN ALVARADO
Taipeh 101 Quelle: dpa/dpaweb
Casino in Macau Quelle: REUTERS
Louis Vuitton in Shanghai Quelle: AP
Transformator Quelle: REUTERS

Der Dax feiert seinen 25. Geburtstag, doch von Partystimmung war am Montag weit und breit keine Spur. Der deutsche Leitindex, der 1988 mit rund 1000 Punkten sein Debüt hingelegt hat, verlor 0,5 Prozent auf 7917 Zähler. Auch der Eurostoxx50 gab 0,2 Prozent nach. Auf die Stimmung drückten vor allem enttäuschende Daten aus der chinesischen Industrie. Der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI) in China sank im Juni auf 50,1 Punkte und lag damit nur noch knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Rückgang deutet auf ein langsameres Wachstum des Produktionssektors und der Wirtschaft insgesamt hin. Im Mai lag er noch bei 50,8. Unter der Schwelle von 50 Prozent nehmen die Wirtschaftsaktivitäten ab. Die mangelnde Zuversicht in den Führungsetagen weckt neue Zweifel, ob die chinesische Wirtschaft weiter schnelles Wachstum erreichen kann. Im ersten Quartal wurde mit 7,7 Prozent ein langsameres Wachstum als erwartet erreicht.

"Die chinesischen Daten schüren neue Ängste vor einem Wirtschaftsabschwung", sagt Lex van Dam von Hampstead Capital. Marktbeobachtern zufolge wächst die Gefahr, dass die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt das Wachstumsziel von 7,5 Prozent in diesem Jahr nicht halten kann - vor allem weil Peking immer weniger zu Konjunkturmaßnahmen bereit ist. Das unterstrich am Wochenende Präsident Xi Jinping: Nicht jeder Beamte solle als Held gelten, nur weil er Wachstum zu jedem Preis fördere, sagte der Staatschef.

Geht das Wachstum in China zurück, hat das auch Konsequenzen für Deutschland: "China ist zwar nicht der wichtigste, aber durchaus ein bedeutender Nachfrager deutscher Exportgüter", heißt es in einem Kommentar der NordLB. "Darüber hinaus generieren immer mehr Niederlassungen hiesiger Unternehmen einen beträchtlichen Anteil ihrer Gewinne auf dem chinesischen Binnenmarkt."

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