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Krypto-Betrug USA starten Ermittlungen wegen Bitcoin-Manipulation

Haben Bitcoin-Händler den Preis digitaler Währungen illegal beeinflusst? Das US-Justizministerium ermittelt. Die Nachricht lässt den Kurs einbrechen.

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Bitcoin: US-Behörde startet Ermittlungen wegen Manipulationen Quelle: Reuters

New York/Düsseldorf Das US-amerikanische Justizministerium hat Ermittlungen gegen Händler eingeleitet, die im Verdacht stehen, den Preis von Bitcoin und anderen Kryptowährungen manipuliert zu haben.

Die Händler könnten den Markt laut einer anonymen Quelle durch sogenanntes „Spoofing“ beeinflusst haben. Dabei flutet ein Händler den Markt mit Kaufaufträgen und sagt sie kurzfristig ab, sobald sich die Preise in die gewünschte Richtung bewegen. Außerdem sollen sie eine „Wash Trade“-Strategie eingesetzt haben, wobei der Betrüger mit sich selbst handelt, um eine falsche Nachfrage am Markt zu kreieren, die andere dazu bringt, auch einzusteigen.

Die nun eingeschaltete Staatsanwaltschaft arbeitet mit der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) zusammen, der US-Aufsichtsbehörde, die unter anderem auch die an den Chicagoer Börsen im vergangenen Herbst gestarteten Bitcoin-Derivate reguliert.

Für den Manipulationsverdacht gibt es Insidern zufolge mehrere Gründe: Die US-Ermittler bezweifeln zum Beispiel, dass alle privaten Kryptowährungs-Börsen im Internet Betrüger aktiv verfolgen. Hinzu kommt der generelle Mangel an Vorschriften für den Handel mit Bitcoin und Co. Viele professionelle Krypto-Trader vernetzen sich über die Chat-App Telegram und besprechen gemeinsame Handelsstrategien. Die Grenzen zur Marktmanipulation sind dabei oft fließend.

Kurz nach Bekanntwerden der Ermittlungen sank der Bitcoin-Kurs weiter ab. Zuletzt lag er bei etwa 7.409 US-Dollar. Seit seinem zwischenzeitigen Hoch Anfang Mai ist der Kurs damit um mehr als 20 Prozent gesunken.

Im Februar hatte bereits die Kryptowährung Tether im Fadenkreuz der Aufsicht gestanden. Tether-Bosse standen im Verdacht illegaler Praktiken, die womöglich einen Großteil des vorhergehenden Bitcoin-Booms und -absturzes erklären könnten.

Nicht nur die US-Aufseher blicken kritischer auf Bitcoin und Co. China hat bereits im vergangenen Jahr Kryptowährungs-Börsen geschlossen. Auch Länder wie Japan und die Philippinen regulieren stärker. All das hat den Bitcoin in diesem Jahr auf unter 8.000 Dollar stürzen lassen. Vom Rekordhoch bei 20.000 Dollar im vergangenen Herbst ist die wichtigste Kryptowährung weit entfernt.
Mit Material von Bloomberg

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