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Kryptowährung Bitcoin-Kurs legt nach jüngstem Ausverkauf wieder deutlich zu

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren jüngsten Kursrutsch gestoppt und verzeichnet wieder Zuwächse. Am zweiten Weihnachtsfeiertag steuert sie nach dem Absturz auf rund 11.000 Dollar schon wieder auf die 16.000-Marke zu. Zugleich mehren sich die warnenden Stimmen.

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Nach Absturz wieder im Aufwind. Quelle: Reuters

Singapur Am Dienstagmorgen mussten für die bekannteste der Krypto-Währungen auf der in Luxemburg ansässigen Handelsplattform Bitstamp bis zu 15.498 Dollar bezahlt werden, rund zehn Prozent mehr als am Vortag. Am Freitag war der Preis für ein Bitcoin um bis zu 30 Prozent auf rund 11.200 Dollar abgesackt, nachdem er am 17. Dezember noch auf ein Allzeithoch von knapp über 20.000 Dollar gestiegen war. Der Kurs hat wiederholt stark geschwankt. Zu Jahresbeginn war ein Bitcoin noch für weniger als 1.000 Dollar zu haben gewesen.

Einen konkreten Auslöser für Ausverkauf hatten Börsianer zuletzt nicht nennen können. Allerdings haben Notenbanker, Politiker und Aufseher mit teils drastischen Worten vor hohen Verlusten bei Spekulationen mit Bitcoin gewarnt, die besonders Privatanleger in den Ruin treiben könnten. Zudem sorgte der Verdacht auf Insiderhandel beim Cyber-Börsenbetreiber Coinbase für Verunsicherung.

„Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes“, sagte der Präsident der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Felix Hufeld, der „Bild“-Zeitung. Es werde „Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren“ würden. Hufeld rät daher zu höchster Vorsicht. Ein Anleger müsse wissen, „dass er im schlimmsten Fall sein ganzes Geld verlieren kann.“ Der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kündigte an, seine Behörde müsse „eng am Ball bleiben“, sprach allerdings auch von einer großen Lernaufgabe. „Wir sind alle dabei, dieses Gebiet erst zu verstehen und Know-How aufzubauen.“

Die Deutsche Bundesbank spricht der - ursprünglich als Zahlungsmittel kreierten - Digitalwährung sogar den Charakter des Geld ab. „Wir sehen eine rasante Wertentwicklung, die das Risiko rasanten Verlusts birgt“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Zeitung „Euro am Sonntag“. Wegen der hohen Wertschwankungen eigne sich die Digitalwährung nicht zur Wertaufbewahrung. „Das teure und ineffiziente Übertragungssystem der Blockchain spricht zudem gegen Eignung als Zahlungsmittel.“

Auch der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt warnte vor den Risiken der Kryptowährungen. "Zumindest sind das hoch spekulative Geschäfte, sagte Schmidt der „Rheinischen Post“(Samstagausgabe). Dies sei so lange nicht bedenklich, wie Anleger die daraus erwachsenden Risiken aus eigener Kraft tragen könnten. „Zögen ihre Verluste jedoch andere in Mitleidenschaft, weil ihr Erwerb durch Kreditaufnahme finanziert wird, dann würde dies das Risiko für Verwerfungen an den Finanzmärkten erhöhen.“

Am Montag hatte der Chef der israelischen Marktaufsicht ISA Unternehmen mit Bezug zu Cyber-Devisen mit dem Aus an der Börse von Tel Aviv gedroht. Beim Bitcoin-Preis seien Blasenbildungen zu beobachten, hatte er erklärt. „Wir wollen nicht, dass die Investoren dieser Volatilität und Unsicherheit ausgesetzt sind.“

Zwei große US-Börsen haben mittlerweile Terminkontrakte auf den Bitcoin aufgelegt - damit ist die Kryptowährung in der klassischen Finanzwelt angekommen. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin, der auf Plattformen im Internet gehandelt wird, massiv im Wert gestiegen: von rund 1.000 US-Dollar auf annähernd 20.000 Dollar, um kurz vor Weihnachten jäh in Richtung 11.000 Dollar abzustürzen, kurz danach dann aber wieder auf mehr als 14.000 Dollar zu klettern.

Erst kürzlich hatte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Bezeichnung „Digitalwährung“ als irreführend bezeichnet: „Ein Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaften fehlen dem Bitcoin.“

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

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