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Kryptowährung Jamie Dimon bereut Bitcoin-Schelte

Im September hatte der CEO von JPMorgan die Kryptowährung Bitcoin noch als Betrug bezeichnet. Nun rudert Dimon – eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Finanzwelt – zurück und bereut seine Aussagen öffentlich.

Bitcoin: Jamie Dimon bereut seine Kritik an der Kryptowährung Quelle: Reuters

New YorkJamie Dimon bereut seine drastische Kritik am Bitcoin. Der CEO der führenden US-Investmentbank JPMorgan Chase sprach am Dienstag in einem Interview von einem Fehler. „Ich bereue es, diese Aussagen gemacht zu haben,“ sagte Dimon dem amerikanischen TV-Sender Fox Business News. Im September hatte der Top-Verdiener unter den Banken-Chefs die Kryptowährung auf einer Konferenz noch als „Betrug“ bezeichnet. Sein Statement hatte große Reaktionen ausgelöst. In der Krypto-Gemeinde traf er auf Anfeindungen, andere Banker und Behördenoffizielle stimmten ihm zu.

Dimon persönlich interessiere das Thema nicht sonderlich. Für die Branche aber wachse die Bedeutung der Blockchain-Technologie, die hinter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin steckt. Die Zahl der Unternehmen, die die Blockchain nutzten, um ihre Daten aufzuzeichnen, wachse.

Über die umstrittenen ICOs sagte der JPMorgan-Chef – eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Finanzwelt –, man müsse diese im einzelnen betrachten. ICO steht für Initial Coin Offering und meint eine Art virtuellen Börsengang. Bei dem erhalten Kunden sogenannte Token, die selbst als Kryptowährung gehandelt werden können. Sie können Ansprüche wie etwa eine Gewinnbeteiligung beinhalten. ICOs waren nach dem Boom des Bitcoin aus dem Boden gespchossen, gerieten aber auch ins Visier der Aufsichtsbehörden, die vor Betrug und nur geringen Investorenschutz warnen.

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