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Kursturbulenzen in der Türkei Anleger trennen sich von der Lira und türkischen Bonds

An den türkischen Börsen gehen die Kursturbulenzen in die nächste Runde. Anleger trennen sich von Staatsanleihen und ziehen sich aus der Lira zurück.

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Die größte Stadt der Türkei ist zugleich wichtigster Finanzplatz des Landes. Quelle: Reuters

Frankfurt Die Kursturbulenzen an den türkischen Börsen gehen weiter. Anleger zogen sich am Donnerstag erneut fluchtartig aus der Währung des Landes zurück.

Dadurch stieg der Kurs des Dollar um bis zu 5,3 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 5,6110 Lira. Gleiches galt für den Euro, der sich auf 6,3235 Lira verteuerte.

Türkische Anleihen flogen ebenfalls aus den Depots. Dies trieb die Rendite der bis 2030 laufenden Dollar-Bonds auf ein Fünf-Monats-Hoch von 8,309 Prozent.

Gleichzeitig verteuerte sich die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets türkischer Anleihen gegen Zahlungsausfall um 36.000 auf 506.000 Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Dies sei ein Anstieg um 177.000 Dollar binnen einer Woche.

Am Londoner Geldmarkt entspannte sich die Lage dagegen. Der Zins für Lira-Übernachtkredite fiel auf 50 Prozent, nachdem er am Mittwoch auf bis zu 1200 Prozent gestiegen war.

Börsianern zufolge hatten türkische Banken ausländischen Investoren keine Lira mehr geliehen, um weitere Wetten auf einen Verfall der Währung zu erschweren. Der Chef des türkischen Bankenverbandes wies dies allerdings zurück.

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