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Laut Insider Abu Dhabi und Kuwait erwägen Einstieg bei Aramco-IPO

Mit einer Investition von mindestens einer Milliarde Dollar wollen sich die Staatsfonds von Abu Dhabi und Kuwait wohl am Aramco-Börsengang beteiligen.

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Der staatliche Ölriese Aramco tat sich bislang schwer, einen Ankerinvestor für seinen bevorstehenden Börsengang zu gewinnen. Quelle: Reuters

Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco hat bei seinem geplanten Börsengang Insidern zufolge wohl die Staatsfonds von Abu Dhabi und Kuwait ins Boot geholt. Zwei mit der Transaktion vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) eine Investition von mindestens einer Milliarde Dollar erwäge. Zwei andere sprachen von einem Betrag zwischen 1,5 und zwei Milliarden Dollar. Eine endgültige Entscheidung über die Höhe des Investments stehe noch aus und müsse vom ADIA-Verwaltungsrat genehmigt werden, sagte einer der Insider. ADIA und Aramco wollten dazu nicht Stellung nehmen.

Die Kuwait Investment Authority (KIA) plant ebenfalls, in den Börsengang zu investieren, wie Reuters von zwei Insidern erfuhr. Die Größe des potenziellen Geschäfts wurde allerdings noch nicht bekannt. Bei KIA war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der staatliche Ölriese Aramco tat sich bislang schwer, einen Ankerinvestor für seinen bevorstehenden Börsengang zu gewinnen, der möglicherweise der größte der Welt sein könnte. Der Konzern hatte sich an potenzielle Investoren aus der Region gewandt wie ADIA, KIA und auch an Singapurs GIC. Roadshows außerhalb der Golfregion hatte Aramco abgesagt, da das Interesse anderer ausländischer institutioneller Investoren verhalten blieb wegen der hohen Bewertung und Umweltfragen. Nach Angaben einer Konsortialbank hat Aramco aber bereits umgerechnet knapp 20 Milliarden Dollar sicher. Etwa ein Fünftel davon kommen von rund 1,8 Millionen Kleinanlegern. Die Zeichnungsfrist für Privatanleger endet am 28. November, institutionelle Investoren können sich noch bis zum 4. Dezember entscheiden.

Aramco will zwar nur 1,5 Prozent des Staatskonzerns an die Börse bringen. Bei einem geschätzten Marktwert des Unternehmens von 1,6 bis 1,7 Billionen Dollar wäre dies dennoch ein rekordverdächtiger Börsengang. Nach einigen Fehlstarts hatte der Verkaufsprozess am 3. November begonnen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman will die Einnahmen in Branchen außerhalb der Ölindustrie investieren und den Golfstaat so unabhängiger von dem Rohstoff machen.

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