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Leben mit AktienRüstungsaktien: Vorbildliche Verteidigung fürs Depot

Aktien aus dem Rüstungssektor haben sich langfristig sehr gut entwickelt – vielleicht gerade weil der Sektor unbeliebt ist. Anleger haben aber nur schwer Zugang.Marlon Bonazzi 24.02.2024 - 11:54 Uhr
Foto: imago images

Viele Anleger lassen die Finger von Rüstungsaktien. Verständlicherweise: Wer verdient schon gerne am Krieg? Viele Fonds und institutionelle Investoren schließen Anlagen in den Sektor sogar kategorisch aus. Der Bedarf an Rüstungsgütern ist aber schwer zu leugnen. Spätestens der Krieg in der Ukraine hat das verdeutlicht.

Die robuste Nachfrage und das Meiden der Aktien haben Anlegern aber Chancen eröffnet. Langfristig gesehen boten Rüstungsaktien üppige Überrenditen. So hat beispielsweise der MSCI World Aerospace and Defense Index in den vergangenen 30 Jahren 11,1 Prozent Rendite pro Jahr generiert, fast dreieinhalb Prozentpunkte mehr als der breite Index MSCI World. Die Differenz ist groß, mit Zinseszinseffekt über Jahrzehnte gar riesig.

Interessant: Der Rüstungsindex hat fast exakt die gleiche langfristige Rendite wie der äquivalente Tabakindex. Tabaktitel gehören zu den sogenannten „Sündenaktien“, wegen der Gesundheitsschäden werden sie ebenfalls häufig gemieden. Die Zögerlichkeit der Anleger bot historisch in beiden Branchen attraktive Einstiegskurse und Renditen.

Podcast – Leben mit Aktien

Europäische Rüstungsaktien im Check

Im Podcast sprechen Horst von Buttlar und Christian W. Röhl darüber, auf welche Rüstungsfirmen es nach zwei Jahren Ukraine-Krieg ankommt, was mit russischen Aktien passiert und warum die Sanktionen verpufft sind.

von Horst von Buttlar und Christian W. Röhl

Bei Tabakaktien könnte der Wind bereits gedreht haben. In den letzten zehn Jahren blieben sie deutlich hinter dem breiten Aktienmarkt zurück, warfen nur die Hälfte von dessen Rendite ab. Die Sorge um zukünftige Nachfrage lastet auf der Tabakindustrie. Nicht so bei Rüstungsaktien. Die haben sich auch im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich gut entwickelt.

Bescheidene ETF-Auswahl

Die moralische Frage einer Investition in Rüstungsaktien muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt viele Einzeltitel mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Auf wichtige europäische Rüstungsaktien blickt die neue Folge unseres Podcasts „Leben mit Aktien“.

Eigentlich bietet sich bei Investitionen in die Rüstungsbranche eine Abdeckung durch einen ETF an. Bloß werden die etablierten Indizes aktuell nicht abgedeckt. Anleger haben zwei ETFs zur Auswahl: Den VanEck Defense ETF (ISIN: IE000YYE6WK5) und den HANetf Future of Defence ETF (ISIN: IE000OJ5TQP4). Beides Nischenprodukte. Der VanEck-ETF bildet den MarketVector™ Global Defense Industry Index nach, den es seit gerade einmal drei Jahren gibt. Der Fonds von HANetf setzt auf den EQM NATO+ Future of Defence Index, der nur ein Jahr alt ist. Dieser Index hat aber die attraktive Eigenheit, nur auf Firmen mit Umsätzen aus Nato- und Nato-freundlichen Ländern zu setzen. Anleger setzen damit immer noch auf Rüstung, aber mit ein bisschen mehr Moral als herkömmlich.

Mehr zum Thema Rüstungsaktien, Smart Micro Computer und KI-Hype hören Sie in der neuen Ausgabe unseres Podcasts „Leben mit Aktien“.

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