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Libra Kritik an Facebook-Kryptowährung schickt Bitcoin auf Talfahrt

Nachdem der Chef der Facebook-Kryptowährung „Libra“ von US-Senatoren in die Mangel genommen wurde, steht auch der Bitcoin unter Druck. Er verlor zeitweise 1500 Dollar.

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Bitcoin werde der Gegenwind für die Facebook-Währung aber nur kurz belasten, prognostizierte Lennon Sweeting, Chef-Händler des Kryptowährungsbrokers Coinsquare. Quelle: Reuters

Frankfurt Das vernichtende Urteil von US-Senatoren über die geplante Facebook-Kryptowährung „Libra“ setzt Bitcoin zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise fiel am Mittwoch auf bis zu 9226 Dollar und büßte damit binnen 24 Stunden rund 1500 Dollar ein. Zuletzt stieg der Kurs wieder auf 9.556 Dollar.

Am Dienstag hatte der Bankenausschuss des US-Senats David Marcus, der bei Facebook das Projekt „Libra“ leitet, in die Mangel genommen. Die Parlamentarier bezeichneten die Pläne des Online-Netzwerks als „verrückt“. Außerdem sei es eine „wahnhafte Idee“, dass Facebook angesichts zahlreicher Datenskandale glaube, die Politik werde dem Unternehmen erlauben, Geld seiner Kunden zu verwalten.

„Facebook und Co. haben die Rechnung offensichtlich nicht mit den politischen Führungseliten gemacht“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. „Die Skepsis um Libra ist größer geworden. Dafür scheinen die regulatorischen Bedenken zu groß und geeignete Antworten seitens Facebook noch nicht vorhanden zu sein.“ Unabhängig vom US-Senat hatte sich am Dienstag auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz kritisch zu „Libra“ geäußert.

Bitcoin werde der Gegenwind für die Facebook-Währung aber nur kurz belasten, prognostizierte Lennon Sweeting, Chef-Händler des Kryptowährungsbrokers Coinsquare. Die Cyber-Devise werde schnell wieder auf das Niveau von 11.000 bis 12.000 Dollar zurückkehren.

Mehr: In der vergangenen Woche hat US-Präsident Donald Trump für Kryptowährungen eine Bankenregulierung gefordert. Wenn Unternehmen wie Facebook eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Zulassung.

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