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Libyen Ölfirma NOC warnt vor Einbruch der Rohölproduktion in Libyen

In Libyen hat eine Miliz offenbar nahezu die gesamte Ölproduktion zum Erliegen gebracht. Der staatliche Ölkonzern warnt vor einem Einbruch der Produktion.

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Mehrere Ölfelder sollen geschlossen worden sein. Quelle: Wintershall Holding GmbH

Libyens staatlicher Ölkonzern NOC warnt vor einem deutlichen Rückgang der Produktion. Sollte die Blockade der Ölhäfen und des Ölfelds durch mit dem abtrünnigen General Haftar verbündete Milizen anhalten, werde der Ölausstoß auf 72.000 Barrel pro Tag von mehr als 1,2 Millionen Barrel pro Tag (ein Barrel = 159 Liter) einbrechen, teilte der Konzern mit. Die Schließung der Ölhäfen im Osten Libyens führt der staatlichen libyschen Ölfirma NOC zufolge zu einem Produktionsausfall von 800.000 Barrel pro Tag.

Eine Miliz im Südwesten Libyens hatte eigenen Angaben zufolge während des in Berlin laufenden Friedensgipfels nahezu die gesamte Ölproduktion des Landes zum Erliegen gebracht. Die Ölfelder Al Scharara und El Feel seien geschlossen worden, sagt der Anführer der Gruppe „Fessan-Wut“, Baschir al-Scheich, der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Ein telefonisch erreichter Außendiensttechniker sagte, dass ein Ventil des Feldes geschlossen wurde. Die Gruppe will mit ihrem Vorgehen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Forderungen durchzusetzen. Beide Ölfelder - die täglich rund 400.000 Fässer Öl pumpen - stehen unter Kontrolle von Truppen, die mit General Chalifa Haftar verbündet sind.

Mehr: Die Staats- und Regierungschefs haben sich auf Strategien im Libyen-Konflikt geeinigt. Unter anderem sieht die Lösung ein Waffenembargo vor.

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