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London 2012 Wie die Börse von Olympia profitiert

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Ausrüster-Aktien im Fokus

Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer Quelle: dapd

Pünktlich zu Olympia rücken aber auch Einzeltitel – genauer die Aktien der Sportausrüster – ins Visier der Anleger. Denn sportliche Großereignisse lassen die Kassen von Nike, Adidas, Puma und Co. klingeln. Die Chancen auf neue Rekordgewinne und -umsätze in der erfolgsverwöhnten Industrie stehen also gut. Zumal mit der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer ja noch ein zweites Großevent im Kalender stand.

Größter Gewinner dürfte Adidas sein. Das Unternehmen aus Herzogenaurach rechnet dank des gut angelaufenen Olympia-Geschäfts und anhaltenden Wachstums in China mit besseren Ergebnissen als die zuletzt schwächelnden Rivalen Nike und Puma. Der Sportartikel-Hersteller verkauft seine Olympia-Produkte bereits seit zwei Jahren. „Und bis jetzt ist der Erfolg sehr gut", sagte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer in London zur Nachrichtenagentur Reuters. Er sei sicher, dass die Umsätze während der Spiele noch zulegen würden.

Erfolgreichste deutsche Olympioniken

Der Abstand des Dax-Konzerns zu Branchenprimus Nike werde damit in Großbritannien, einem derzeit besonders hart umkämpften Markt, jeden Tag kleiner. Zuletzt kam der US-Konzern ohne Töchter auf einen Marktanteil von 18 Prozent, die Kernmarke Adidas auf 16 Prozent - Tendenz steigend. Bis spätestens 2015 wollen die Deutschen die Marktführerschaft auf der Insel übernehmen – Olympia soll dafür den Grundstein legen. Adidas ist bei den Sommerspielen alleiniger Sportswear-Partner und hat drei Millionen Textilien produziert, darunter zahlreiche Souvenirs mit dem London-2012-Logo. Sie dürfen aber nur auf dem britischen Markt verkauft werden.

Trotz der zuletzt schwächeren Zahlen der Wettbewerber im Reich der Mitte bleibt Hainer auch hier optimistisch: „Unser Geschäft läuft sehr gut in China. Wir sind letztes Jahr prozentual zweistellig gewachsen und werden auch dieses Jahr zweistellig wachsen.“ Konkrete Zahlen zum zweiten Quartal 2012 werden nächste Woche erwartet. Lokalrivale Puma tut sich wie in Europa auch in China schwer und ist der Stagnation nahe. Bei Nike haben die Bestellungen des Handels für die nächsten Monate in China und dadurch auch global deutlich an Fahrt verloren, nachdem die Margen und der Gewinn konzernweit bereits rückläufig sind.

Historische Medaillenspiegel

Analysten beurteilen die Adidas-Aktie, die aktuell 59 Euro kostet, derzeit überwiegend positiv. Der Informationsdienst Bloomberg zählt in den vergangenen zwölf Monaten 26 Kaufempfehlungen. Zwölf Mal urteilten die Experten „Halten“, nur zwei Mal senkten sie den Daumen. Zuletzt riet Equinet, die Adidas-Aktie zu kaufen. Kursziel: 80 Euro. Etwas weniger optimistisch ist Nomura mit einem Ziel von 65 Euro. Trotzdem lautet die Empfehlung „Kaufen“. Bei einem Kursziel von ebenfalls 65 Euro rät JP Morgan, die Papiere zu halten.

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