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Mark Mobius Schwellenländer-Guru sieht in Nord- und Südkorea eine „wunderbare“ Kombination für Anleger

Der langjährige Fondsmanager Mark Mobius sieht riesiges Potenzial, sollte es auf der koreanischen Halbinsel zu einer Wiedervereinigung kommen – weil Nordkorea hat, was der Süden nicht hat.

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Lange Zeit in Sachen Schwellenländern das Maß aller Dinge. Quelle: Reuters

Düsseldorf Investieren in Nordkorea? Mark Mobius würde es tun, wenn er könnte. Für den Schwellenländer-Experten, über Jahre das Gesicht des großen US-Fondshauses Franklin Templeton, sollten Anleger, die von Beginn an in das Land investieren, sehr gute Ergebnisse erzielen – vorausgesetzt es käme zu einer Wiedervereinigung.

Der Süden habe die Technologie, das Know-how und die Produktionsmöglichkeiten und der Norden die Ressourcen, sagte Mobius im Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC. Zusammen wären sie eine „wunderbare Kombination“.

Zwar würde eine Wiedervereinigung auch hohe Kosten verursachen, auf lange Sicht jedoch beiden Seiten große Vorteile bringen. Und der 81-jährige Mobius, der inzwischen seine eigene Investment-Boutique Mobius Capital Partners leitet, wäre „definitiv“ daran interessiert, Geld dort anzulegen.

Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea waren über Jahrzehnte von gegenseitigen Drohungen und Anfeindungen geprägt, vor allem die regelmäßigen Atom- und Raketentests der Führung in Pjöngjang sorgten immer wieder für Spannungen. Nun gibt es Hoffnung auf Frieden in der Region – womit sich auch neue Investitionsmöglichkeiten ergeben würden.

Ende April überquerte Kim Jong Un als erster nordkoreanischer Machthaber seit 1953 die Grenze zum Süden. Nach den anschließenden Gesprächen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In bekräftigten beide, die Halbinsel von Atomwaffen befreien zu wollen.

Kim trifft sich am 12. Juni in Singapur mit US-Präsident Donald Trump. Dabei soll es ebenfalls um die nukleare Abrüstung des Landes gehen. Die USA haben der nordkoreanischen Regierung eine Aufhebung der Sanktionen in Aussicht gestellt. Ein nächster wichtiger Schritt zur Normalisierung der Verhältnisse auf der koreanischen Halbinsel.

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