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MDax, SDax & Co. Dividendenperlen aus der zweiten Reihe

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Qualitätsmerkmal Dividendenkontinuität

Hemden des Modeherstellers Gerry Weber Quelle: dpa

Wenn es um die Kontinuität der Dividendenausschüttungen geht, hängen MDax- und SDax-Unternehmen das Premium-Segment der Frankfurter Börse ab. Das ergab auch die Untersuchung der FOM Hochschule von 582 an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen. Danach gibt es unter diesen Unternehmen gerade mal 14 Aktiengesellschaften, die ihre Dividende in den vergangenen fünf Jahren jedes Jahr erhöht haben, gerade mal zwei Dax-Unternehmen, namentlich Fresenius SE und das Schwesterunternehmen Fresenius Medical Care. Aus dem MDax sind hingegen die Musterschüler Bilfinger Berger, Fielmann, Fuchs Petrolub (Vorzüge) und Gerry Weber dabei; aus dem SDax tun sich zudem Amadeus Fire, Delticom und Schaltbau hervor. Von den 48 Unternehmen, die laut Studie in den fünf Jahren seit 2008 ihre Dividende zumindest nie gesenkt haben, stammen zehn aus dem Dax, zehn aus dem MDax und neun aus dem SDax. Auch das hat seine Gründe in der Unternehmensstrukur. „Bei den kleinen und mittleren Werten genießt die Dividendenzahlung meist einen hohen Stellenwert“, so Albert. „Das liegt zum einen am Eigeninteresse der Mehrheitseigner, die oftmals aus Gründerfamilien und Management bestehen und regelmäßige Ausschüttungen wünschen.“ Die Fähigkeit, kontinuierlich Dividenden zu zahlen, ist zudem ein enorm wichtiges Qualitätsmerkmal für Privat- wie Profiinvestoren. Schließlich haben viele dieser Unternehmen – den drei Krisen während der vergangenen zehn Jahre zum Trotz – immer ihre Dividende gezahlt.

Börse



Vieles spricht also für Aktieninvestments in SDax und MDax. Kritiker werden einwenden, dass die kleineren Werte riskanter sind, da in der Regel die Handelsumsätze geringer und die Kursschwankungen damit höher sind. Aber diese alte Börsenweisheit stimmt längst nicht mehr. „Alle denken, das Risiko von MDax- oder SDax-Aktien sei höher als bei Dax-Werten. Aber das ist nicht so“, sagt Lupus-Alpha-Manager Albert. Gemessen an den Kursschwankungen der Indizes der vergangenen zehn Jahre waren die Kurse in MDax und SDax ingesamt stabiler als im Premium-Segment – das Risiko ist somit geringer. „Das liegt zum großen Teil daran, dass es für kleine und mittelgroße Aktien keinen liquiden Derivatemarkt gibt. Die heute übliche Absicherung der Positionen über Derivate sorgt im Dax hingegen für zunehmende Kursschwankungen.“ So betrachtet, ist das Fehlen eines funktionierenden Marktes bei den Nebenwerten ausnahmsweise mal ein Vorteil für Privatanleger.

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