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Medienberichte Star-Investor Icahn wegen Insiderhandel unter Verdacht

In der US-Jagd auf Insiderhändler gerät eine prominente Gruppe unter Verdacht: Star-Investor Carl Icahn, ein Spitzen-Golfer und ein bekannter Gambler sollen sich illegal Informationen zugeschoben haben.

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Der milliardenschwere Investor Carl Icahn bestritt, von Ermittlungen zu wissen. Quelle: Reuters

New York In einer großangelegten Ermittlung wegen Insiderhandel sind am Freitag Star-Investor Carl Icahn, Spitzen-Golfer Phil Mickelson und der bekannte Glücksspieler William Walters unter Verdacht geraten. Das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ berichteten von den Ermittlungen der US-Börsenaufsicht und der Bundespolizei FBI unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Nachrichtenagentur Reuters bestätigte die Berichte.

Die Behörden prüften, ob der Spitzen-Golfer Phil Mickelson und der professionelle Glücksspieler William Walters womöglich illegal an der Börse handelten, und zwar basierend auf Informationen, die sie privat von Icahn bekommen hätten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Konkret geht es dem Bericht zufolge um verdächtige Geschäfte mit Clorox -Optionen wenige Tage bevor Icahn 2011 erklärte, den Haushaltswarenkonzern erwerben zu wollen. Der Milliardär hatte im Februar einen Anteil in Höhe von 9,1 Prozent an Clorox angehäuft. Im Juli gab er dann eine Offerte für die Firma ab, die sie mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertete. Clorox-Aktien legten daraufhin deutlich zu.

Verstärkter Kampf gegen Insiderhandel

Icahn, Walters und ein Vertreter von Golfer Mickelson bestritten gegenüber dem „Wall Street Journal“ von einer Ermittlung zu wissen. Icahn bezeichnete die Berichte als „spekulativ“. Die Börsenaufsicht und das FBI wollten zum Fall keine Stellung nehmen.

In jüngster Vergangenheit haben die USA in Insiderhandelsfällen Härte gezeigt. Seit 2009 kam es zu 85 von 90 Fällen zu Verurteilungen und Schuldzugeständnissen. Fünf Fälle sind noch hängig.

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