Musterdepots Bisher enttäuschte die Siemens-Aktie

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Handelsblatt-Stratege Ulf Sommer beschäftigt sich mit der Performance der Siemens-Aktie.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Konzernumbau verleiht Siemens Gewinn- und Kursfantasie. Deshalb kauften wir die Aktie. Ausgliederungen und Börsengänge wie die der Verkehrs- und Medizintechnik schaffen Mehrwert und lassen aus dem Mischkonzern einen fokussierten Industriekonzern entstehen. Bislang geht unsere Spekulation aber nicht auf, die Aktie enttäuscht mit einer Performance von minus zehn Prozent auf Sicht eines Jahres. Die starke Dividende und daraus errechnete Rendite von 3,5 Prozent überzeugen. Wir verfolgen die Entscheidungen in der Konzernspitze aufmerksam.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine gehört zu den langfristigen Performance-Spitzenreitern unseres Musterdepots. Sie befindet sich seit Auflage des Musterdepots Anfang 2014 im Portfolio und bildet neben der OMV-Aktie unser Exposure am österreichischen Aktienmarkt. Die aktuelle Bewertung sowie die operative Geschäftsentwicklung sprechen unseres Erachtens für weiteres Potenzial. Voestalpine verfügt über eine ausgezeichnete und diversifizierte Produktpalette von hochwertigen Stahlerzeugnissen. Die Auftragsbücher sind derzeit gut gefüllt und die Werke voll ausgelastet.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Inflationsdaten aus den USA haben den Dax am Nachmittag deutlich nach unten gedrückt – zeitweise um 300 Punkte. Wir haben die Chance genutzt und eine Position bei der Deutschen Telekom erworben. Nach dem Kursrückgang am Kapitalmarkt setzen wir insgesamt weiterhin auf dividendenstarke Einzeltitel. Auf dem aktuellen Kursniveau von 13 Euro liegt die Dividendenrendite der Telekom bei 5,02 Prozent. Gezahlt wird die Dividende am 17. Mai 2018. Liquidität erhalten wir aus dem zeitgleichen Teilverkauf der Amazon-Anleihe und den GAM Star Fonds.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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