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Musterdepots Die Risiken streuen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer erklärt, warum statistisch gesehen eigentlich wieder ein schwaches Börsenjahr an der Reihe wäre.

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Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Zwischen minus 20 (Pro Sieben Sat 1) und plus 140 (Lufthansa) Prozent schwankt die Kursentwicklung der 30 Dax-Aktien auf Sicht eines Jahres. Damit spiegeln die volatilen Einzeltitel keineswegs die geringen Kursschwankungen des Gesamt-Indexes wider. Wer auf Nummer sicher gehen will, investiert deshalb besser in den gesamten Dax. Dieser stieg in diesem Jahr bislang um 16 Prozent. Seit seinem Bestehen legte der Dax in 22 von 30 Jahren zu. Seit 2012 gab es immer gute Jahre. Zumindest statistisch wäre nach sechs Zuwachsjahren mal wieder ein schwaches Börsenjahr an der Reihe.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Gegen Jahresende startet die jährliche Prognoserunde, in der Finanzmarktexperten versuchen, den Dax-Stand für die nächsten zwölf Monate vorherzusagen. Aus unserer Sicht machen aber derartige Prognosen keinen Sinn. Da die Zukunft unvorhersehbar ist und die Börsen von tausenden Faktoren beeinflusst werden, ist es unseres Erachtens unmöglich, den Dax-Stand in zwölf Monaten zu prognostizieren. Auf der anderen Seite wissen wir, dass die Anlageklasse Aktien auf langfristige Sicht ein attraktives Chance-Risiko-Profil besitzt. Mit unserem wertorientierten Ansatz versuchen wir außerdem, den breiten Markt zu schlagen, was uns bisher seit dem Start des Musterdepots gut gelungen ist.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Der vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) veröffentlichte Geschäftsklimaindex ist im Dezember leicht gesunken auf 117,2 Punkte. Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen ist darin enthalten, daher bleibt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf hohem Niveau. In Amerika zeichnet sich eine knappe Mehrheit der Befürworter der geplanten Steuerreform ab. Darin geplante Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte könnten den US-Konjunkturzyklus verlängern – in Nordamerika gäbe es mehr Wachstum und Beschäftigung. In den USA erreichen die Indizes seit Tagen neue Allzeithochs, in Deutschland bewegt sich der Dax seitwärts auf hohem Niveau – auch deshalb, weil ein starker Euro neue Höchststände verhindert.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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