Musterdepots Drei Fragen strapazieren die Nerven der Aktienanleger

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Handelsblatt-Stratege Ulf Sommer nennt drei Faktoren, auf die es aktuell ankommt.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Im weiteren Wochenverlauf dürften die Schwankungen an den Märkten zunehmen. Derzeit dreht sich alles um diese Fragen: Wie gut laufen die Konjunkturen, droht Überhitzung? Was denken die Notenbanker? Werden die Zinsen weiter steigen? Die zur Veröffentlichung anstehenden US-Wirtschaftsdaten wie auch der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag werden deshalb die Nerven der Anleger strapazieren. An der Wall Street steigt das sogenannte Angstbarometer, das die erwarteten Kursschwankungen misst, bereits wieder. Beruhigen kann allerdings eine Einordnung: Bisher hält sich die Kurskorrektur an den Aktienbörsen in Grenzen, erst vor zwei Jahren verloren die Märkte rund ein Fünftel an Wert, bevor es weiter aufwärts ging – das ist heute fast vergessen.


Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Aufgrund der fehlenden Renditen bei den Sparanlagen gepaart mit der für Deutschland traditionellen Unbeliebtheit der Aktien erlebt man derzeit in der Bundesrepublik einen regelrechten Immobilien-Run. Unseres Erachtens bieten jedoch die Dividendenpapiere im aktuellen Umfeld langfristig ein attraktiveres Chance/Risikoprofil, vor allem für diejenigen, die ihr komplettes Kapital in eine Wohnung oder in ein Haus investieren möchten. Die Deutsche Bundesbank hat in ihrem aktuellen Bericht ebenfalls vor Blasenbildung beziehungsweise Überteuerung vor allem in den deutschen Großstädten gewarnt. Wir empfehlen ein diversifiziertes Portfolio, welches neben Immobilien und festverzinslichen Anlagen auf jeden Fall einen signifikanten Aktienanteil beinhalten sollte.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Volatilität an Europas Börsen bleibt hoch. Nach den Abgaben zu Wochenbeginn erholten sich die Aktienmärkte am Dienstag ohne große Impulse wieder kräftiger. Im Handel heißt es, dass sich die Börsen derzeit im Niemandsland befänden. Die Anleger könnten sich mit einem Einstieg Zeit lassen. Der auf ein Niveau von 1,2350 Dollar gefallene Euro stützte nicht wirklich. Der veröffentlichte ZEW-Index spielte auch keine entscheidende Rolle. Der Index der Konjunkturerwartungen ist im Februar von 20,4 auf 17,8 gesunken, blieb damit aber über den Erwartungen. Auch der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage gab im Februar nach. Wir bleiben weiterhin investiert und wollen in den nächsten Tagen die Kursschwankungen nutzen, um Trading-Positionen aufzubauen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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