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Musterdepots Internationaler Übernahmepoker bei den Versorgern

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Mit einem Kursgewinn von elf Prozent in den letzten vier Wochen zählt Siemens zu den besten Aktien im Dax. Etliche Investmenthäuser haben ihr Kursziel nach den starken Quartalszahlen und der angehobenen Jahresprognose erhöht. Die französische Großbank Societe Generale taxierte ihre Erwartung von 135 auf 140 Euro nach oben. Morgan Stanley veranschlagt die Aktie nun bei 139 Euro. Unisono heben Analysten, darunter auch die der Deutschen Bank und des Brokers Liberum, die starken Ergebnisse und Perspektiven der Sparte Digitale Industrie hervor.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des portugiesischen Versorgers Energias de Portugal (EDP) hat in den letzten Tagen einen signifikanten Kurssprung verzeichnet. Der Grund dafür war ein Übernahmeangebot des chinesischen staatlichen Versorgungskonzerns China Three Gorges (CTG), welcher bereits rund 23 Prozent der EDP-Anteile besitzt. Nun möchten die Chinesen ihren Anteil auf über 50 Prozent erhöhen.. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters will EDP das Angebot als viel zu niedrig ablehnen. Unseres Erachtens hat der Übernahmepoker somit erst begonnen und es besteht ein weiteres Kurssteigerungspotential für die Aktie - sowohl wenn man die fundamentalen Daten als auch die Übernahmesituation betrachtet.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Wir haben die zweiprozentige Wienerberger-Anleihe verkauft, die wir am 26. April aus der Zeichnung erworben hatten. Die Verfallrendite der 2024 fälligen Anleihe ist aufgrund des Kursanstieges auf 1,64 Prozent gefallen. Damit konnten wir mit der Anleihe des weltgrößten Ziegelherstellers aus Österreich einen Kursgewinn von knapp drei Prozent erzielen. Die freiwerdende Liquidität parken wir zunächst auf dem Geldkonto. Der festverzinsliche Anteil am Portfolio sinkt vorübergehend auf 37 Prozent und enthält weiterhin eine breite Mischung aus Hochzinsanleihen, Festzinsanleihen, variabel verzinsten Nachranganleihen sowie Wandelanleihen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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