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Musterdepots Kein Crash in Sicht

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Heute denkt Sönke Niefünd über die Berücksichtigung von Umweltschutzkriterien nach.

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Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Auf 13000 Punkte ist der Dax in diesem Jahr gestiegen. Bislang. Erinnern Sie sich noch an die Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends? Damals stieg der Dax knapp über 8000 Punkte. Heute notiert er 60 Prozent höher. Allerdings nur unter Einberechnung der jährlichen Dividenden. Wer sie nicht einbezieht (so werden fast alle anderen Börsenindizes berechnet) kommt aktuell auf ein Dax-Niveau von gut 6000 Punkten. Dieser als Preis-Index existierende Dax notierte im Jahr 2000 schon einmal bei 6000 Punkten. Ein überzeugenderes Argument für die Dividende zum Vermögensaufbau gibt es wohl nicht.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der ifo Geschäftsklima Index legte im Oktober 1,4 Punkte zu und erreichte somit das Rekordhoch von 116,7 Punkten. Die gut laufende deutsche Wirtschaft passt sehr gut ins allgemeine Bild der globalen Konjunkturerholung. Dies wiederum stellt einen der Faktoren dar, welche nach wie vor ein attraktives Umfeld für die Anlageklasse Aktien bilden. Zudem bleiben die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau und es ist keine Euphorie unter den Anlegern zu beobachten. Zwischenzeitliche Korrekturen sind natürlich jederzeit möglich, die Wahrscheinlichkeit eines richtigen Crashs ist jedoch u.E. derzeit relativ begrenzt.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Viele Investoren verbinden mit dem Mineralölkonzern BP immer noch die Katastrophe auf seiner Ölbohrinsel „Deepwater Horizon“ aus dem Jahr 2010. Das ausströmende Öl führte zur Ölpest im Golf von Mexiko, der schwersten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte. BP kostet die Umweltverschmutzung schätzungsweise 40 Milliarden US-Dollar. Dies ist nur einer der Gründe, warum wir unter Nachhaltigkeitskriterieren nicht in das Unternehmen BP investieren. Die erwartete Dividendenrendite von mehr als sieben Prozent scheint attraktiv. Jedoch muss BP voraussichtlich 80 Prozent des Gewinns verwenden, um diese hohe Dividende zu bezahlen. Bei dem aktuellen Ölpreis dürften die Erträge noch lange nicht an frühere Zeiten anknüpfen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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