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Musterdepots Undurchsichtige Bilanzen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko erklärt, warum er Bankaktien meidet.

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Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Lufthansa: plus 122 Prozent. Das ist die Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate. Das Erstaunliche: Gemessen am Nettogewinn von 2,2 Milliarden Euro, den die Lufthansa 2017 voraussichtlich einfahren wird, ist die Aktie billig. Sie ist an der Börse 13,3 Milliarden Euro wert – das entspricht dem sechsfachen Jahresnettogewinn. Die 30 Dax-Werte sind durchschnittlich mit dem 14fachen Nettogewinn bewertet. Angesichts der starken Stellung nach Insolvenz des Wettbewerbers Air Berlin halten wir die Aktie im Depot – und werden sie nachkaufen, sollte die Aktie um ein paar Euro fallen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die letzten Jahre waren nicht gerade leicht für die europäischen Finanzinstitute. Mit dem schweizerischen Versicherer Baloise haben wir nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio. Bankaktien haben wir von Anfang an gemieden. Dies hängt nicht mit den aktuellen Problemen der Finanzinstitute zusammen, sondern mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen. Zusätzlich wird die Profitabilität der Banken unseres Erachtens solange unter Druck bleiben, bis das Niedrigzins-Umfeld endgültig zur Vergangenheit gehört.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Politische Börsen haben kurze Beine – so lautet eine bekannte, oft zitierte Börsenweisheit. Ob dies auch für die Unsicherheit nach dem Scheitern der Jamaika-Koalitionsgespräche gilt, bleibt nun abzuwarten – noch ist das Kursniveau hoch, der Dax notiert oberhalb von 13.000 Punkten.

Klinische Studien liefern derzeit gute Nachrichten für die Roche Holding aus unserem Musterdepot. Mehrere Produkte aus deren Pipeline haben sämtliche Phasen zur Voraussetzungen der Zulassung eines Medikaments durchlaufen – die Papiere des Konzerns werden daraufhin mit einem Plus von mehr als fünf Prozent gehandelt. Für uns bleibt die Aktie ein Basisinvestment, die Dividendenrendite beträgt aktuell 3,5 Prozent.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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