Musterdepots Warum die Allianz-Aktie überzeugt

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Musterdepot-Stratege Ulf Sommer erklärt, warum er von der Aktie des Versicherers Allianz besonders überzeugt ist.

Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Depotcheck 2: Der Versicherer Allianz profitiert vom Ende der Niedrigzinsphase in Amerika. Neue Anlagen in Dollar-Anleihen erbringen wieder zwei bis drei Prozent Zinsen. Darüber hinaus überzeugt die Allianz mit einem starken globalen Geschäft. Die Aktie zählt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut zehn zu den preiswertesten im Dax. Mehr noch: Bei einer Dividende von vermutlich 7,90 Euro pro Anteilsschein im Frühjahr errechnet sich auf Basis des aktuellen Aktienkurses eine Dividendenrendite von 3,8 Prozent. Der Depotwert bleibt eine gute Halteposition.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der finnische Papier- und Zellstoffproduzent UPM-Kymmene hat am Mittwoch seine Quartalsergebnisse präsentiert. Sie lagen über den Erwartungen der Analysten. So ist das bereinigte operative Ergebnis um 29 Prozent auf 366 Millionen Euro gestiegen, während die Analysten im Durchschnitt mit 319 Millionen Euro gerechnet hatten. Die vorgeschlagene Dividende wird mit 1,15 Euro pro Aktie deutlich höher als im Vorjahr (0,95 Euro) ausfallen. Der UPM-Titel befindet sich seit Ende Januar 2014 im Portfolio und hat sich unter Berücksichtigung der Dividenden mehr als verdoppelt.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Seit Monaten hat sich der US-Dollar weiter abgeschwächt. Im Gegenzug kostet der Euro erstmals seit 2014 wieder 1,25 US-Dollar. Der sogenannte Big-Mac-Index des britischen Wirtschaftsmagazins „The Economist“ hat bereits im Januar 2017 aufgezeigt, dass der Euro zum Dollar etwa 16 Prozent unterbewertet sei. Genau diese Entwicklung hat der Euro gegenüber dem US-Dollar mustergültig ausgeglichen. Der Big-Mac-Index misst die Kaufkraftunterschiede zwischen den einzelnen Währungsräumen und gibt an, wo die fairen Wechselkurse der reinen ökonomischen Lehre nach stehen müssten.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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