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Nach Börsengang Große Nachfrage nach neuer Auto1-Aktie treibt Preis

Auto1-Aktie schießt nach Börsengang in die Höhe. Quelle: REUTERS

Der Berliner Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1  glänzt bei seinem Börsendebüt. Die Aktien starteten in den Handel an der Frankfurter Börse mit einem Kurs von 55 Euro – ein Plus von 45 Prozent zum Zuteilungspreis.

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Der Berliner Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 macht mit einem 1,8 Milliarden Euro schweren Börsengang den Auftakt zu einem verheißungsvollen Neuemissions-Jahr. Nach der Erstnotiz wird der 2012 gegründete Betreiber des Internetportals „wirkaufendeinauto.de“ mit bis zu 7,9 Milliarden Euro bewertet. „Der Börsengang ist der Startschuss für die nächste Etappe in unserer Wachstumsgeschichte“, sagte Mitgründer und Vorstandschef Christian Bertermann. Die begleitenden Banken hatten große Investoren schon vorab gewarnt, dass ihre Orders wegen der hohen Nachfrage nur zu einem Bruchteil erfüllt werden könnten. Das Interesse der Investoren sei überwältigend gewesen, erklärte der Vorstandschef.

Die große Nachfrage nach den neuen Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 hat den Kurs in der ersten Handelsstunde am Donnerstag deutlich hochgetrieben. Die Erstnotiz lag mit 55 Euro weit über dem Ausgabepreis von 38 Euro. Danach sank der Kurs zunächst wieder leicht.

Marktbeobachter Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets verwies auf die Rolle des Unternehmens als erster großer Frankfurter Börsengang in diesem noch jungen Jahr. Groß sei die Nachfrage nach den Aktien des Berliner Start-ups schon in der Zeichnungsphase gewesen, sagte der Experte. Der Ausgabepreis war am oberen Ende der Spanne festgelegt worden.

Laut Oldenburger ist der Zeitpunkt für die Erstnotiz in Zeiten des Lockdowns gut gewählt, schließlich hätten stationäre Autohäuser derzeit mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ein großes Problem. Das 2012 gegründete Unternehmen ist in mehr als 30 Ländern tätig. Im Jahr 2019 verkauft Auto1 den Angaben zufolge mehr als 615.000 Fahrzeuge und erzielte einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Nun will das Unternehmen mit dem frischen Geld weiter vom Trend hin zum Online-Geschäft auch beim Gebrauchtwagenhandel profitieren.

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Anders als im vergangenen Jahr, als bei sieben meist kleinen Börsengängen gerade 1,06 Milliarden Euro erlöst wurden, steht 2021 eine ganze Reihe von Börsenkandidaten in den Startlöchern: die Funkturmtochter von Vodafone, Vantage Towers, ist mit den Vorbereitungen ebenso fortgeschritten wie der Labordienstleister Synlab, der dem Finanzinvestor Cinven gehört. Rückenwind von Auto1 erhofft sich auch der Online-Autohändler Mobility Holding.

Mehr zum Thema: Die Nachfrage nach Aktien von Börsenneuling Auto1 Group ist riesig, eine Bewertung am oberen Ende der Preisspanne ist wahrscheinlich.

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