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Nach Kursrückgang Jetzt Apple-Aktien kaufen?

Die Erfolgsstory der Apple-Aktie bröckelt, seit dem Hoch im September gab der Kurs um rund 23 Prozent nach. Für Anleger kündigt sich ein günstiger Einstiegszeitpunkt an.

Diese Neuheiten hat Apple präsentiert
Strahlend trat Tim Cook am Dienstagabend vor das Publikum in San Jose. Er stellte eine ganze Parade von Neuheiten vor - darunter auch das iPad mini, um das sich zuvor schon wilde Spekulationen rankten. Quelle: dapd
Das neue iPad mini ist wie ein iPad 2. Nur geschrumpft. Es ist 7,2 Millimeter dünn und hat eine Bildschirmdiagonale von 7,9 Zoll (rund 20 Zentimeter). Es ist zwar größer als die Tablets der Wettbewerber im Taschenformat, wiegt aber gerade einmal 300 Gramm. Die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Pixeln, wie beim iPad 2. Das iPad mini beherrscht auf breiter Front LTE-Netze. Alle Apps funktionieren auch auf dem iPad mini. Quelle: REUTERS
Dass nicht Tim Cook, sondern Marketingchef Phil Schiller das iPad vorstellte, war nicht die einzige Überraschung des Abends. Denn neben dem bereits erwarteten iPad mini kommt auch schon eine überarbeitete Version des großen iPad - und das gerade einmal ein halbes Jahr, nachdem das iPad 3 vorgestellt worden war. Quelle: dapd
Das iPad 4 ist ausgestattet mit einem neuen Chip vom Typ A6X und hat dadurch zwei Mal so viel Leistung wie das iPad 3. Es verfügt zudem unter anderem über eine schnellere WLAN-Verbindung und zehn Stunden Akku-Laufzeit. Quelle: dapd
Erste Bestellungen können laut Schiller ab kommenden Freitag aufgegeben werden, im Handel soll das neue Aushängeschild der Apple-Tablet-Sparte ab 2. November erhältlich sein; es soll ab 329 Dollar (circa 250 Euro) zu haben sein. Zum Vergleich: Das iPad 2 von 2011 kostet derzeit in den USA 399 Dollar (rund 300 Euro). Quelle: dapd
Die Preise der neuen iPads im Überblick: 329 Dollar für 16 GB mit Wifi 429 Dollar für 32 GB mit Wifi 529 Dollar für 64 GB mit Wifi 459 Dollar für 16 GB mit Wifi und 3G/LTE 559 Dollar für 32 GB mit Wifi und 3G/LTE 659 Dollar für 64 GB mit Wifi und 3G/LTE Quelle: dapd
Der Einführung eines kleinen Tablets war offenbar ein längerer firmeninterner Konflikt vorausgegangen. Vor allem der verstorbene Unternehmensgründer Steve Jobs soll der Idee lange ablehnend gegenüber gestanden haben. Quelle: REUTERS


Von Apple ist man eigentlich Erfolgsmeldungen zu immer neuen Rekorden gewohnt. Seit Jahren begeistert die Kultmarke aus dem kalifornischen Cupertino nicht nur Kunden, sondern auch Aktionäre. Zumal Apple inzwischen auch bereit ist, eine Dividende auszuschütten. Das war früher undenkbar, Gewinne flossen vor allem in die Entwicklung neuer Produkte und Märkte. Aber nach vielen Erfolgsjahren ist es nur fair, die Aktionäre am Megaerfolg über eine Ausschüttung von 2,65 Dollar je Aktie zu beteiligen.

Die Erfolgsstory hat allerdings erste Risse bekommen. Denn seit der Aktienkurs am 21. September 2012 mit 705 Dollar je Aktie auf einem Rekordhoch notierte, ging es für erfolgsverwöhnten Hersteller von iPhone, iPad und Co. recht steil bergab. Allein am vergangenen Mittwoch gab die Aktie nochmals 3,8 Prozent nach. Angesichts des Gewichts der Aktie und der immer noch enorm hohen Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar ein gewaltiger Absturz. Nach dem neuerlichen Kursrückgang in den beiden vergangenen Tagen hat Apple seinen Börsenwert von in der Spitze 620 auf 505 Milliarden geschrumpft. Doch trotz des jüngsten Kurs-Rückgangs ist Apple nach wie vor das nach Marktwert größte Unternehmen der Welt.
Dahinter steht nach Meinung von Experten nicht zuletzt die zunehmende Konkurrenz auf den Tablet-Markt, den Apple lange Zeit dominiert hatte. Hinzu kommt, dass der Konzern nicht mit der Produktion von iPhones hinterherkommt.

Welche US-Aktien in nächster Zeit abräumen dürften

Beim Apple-Kurs entweicht also ein wenig die Euphorie. Ohne den Kursaufschlag für die kultisch anmutende Begeisterung für das Unternehmen kehrt also ein wenig Sachlichkeit zurück – ein klarer Pluspunkt für Anleger, die den Einstiegszeitpunkt für ein Apple-Investment suchen. Alan Gayle, ein leitender Stratege bei RidgeWorth Capital Management, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg: “Es besteht immer noch das Risiko einer Rezession. Apple könnte ein Opfer des eigenen Erfolgs sein, da der Kurs so stark gestiegen war. Es gibt an dem Konzern nichts auszusetzen, aber er hat so einen gewaltigen Marktwert.” Zum Glück für Neueinsteiger schrumpft der aber seit einigen Wochen.

Ende Oktober hatte Apple die Börsianer mit seinen Quartalszahlen enttäuscht – und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Apple blieb vor allem mit seiner Prognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft unter den Erwartungen. Grund: höhere Kosten für neue Produkte. Noch Ende September hatten die Wertpapiere dank des großen Kundeninteresses am neuen iPhone 5 auf die bisherige Rekordmarke gesprungen. Inzwischen ist klar: Die iPad-Verkäufe lagen unter den hochgesteckten Erwartungen des Marktes, mit der Produktion des iPhone kommt Auftragshersteller Foxconn nicht hinterher.

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