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Nach Leerverkäufer-Attacke Goldman Sachs soll Grenke-Anleihen anbieten

Exklusiv
Zentrale der im MDax notierten Aktiengesellschaft Grenke. Ein kritischer Bericht über den Leasing-Anbieter ließ den Grenke-Kurs um mehr als die Hälfte einbrechen. Quelle: dpa

Goldman Sachs soll Anleihen des Leasingunternehmens Grenke am Markt anbieten. Kunden könnten nach Bilanzvorwürfen nervös geworden sein.

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Das hat die WirtschaftsWoche von einem Portfoliomanager eines großen institutionellen Investors erfahren. „Wir wurden von Goldman angerufen, haben aber abgewunken“, so der Anlageexperte. Goldman Sachs wollte auf Anfrage der WirtschaftsWoche weder dementieren noch bestätigen, Grenke-Papiere anzubieten. „Kein Kommentar dazu“, so das offizielle Statement.

Grenke-Anleihen und die Grenke-Aktie waren im Laufe der Woche nach Anschuldigungen des Researchhauses Viceroy zu angeblichen Bilanzmanipulationen schwer unter Druck geraten. Hinter Viceroy steckt Fraser Perring, der auf fallende Kurse bei Grenke wettet. Bekannt ist Perring, weil er zuvor erfolgreich Wirecard angriff.

Goldman Sachs wiederum könnte entweder Anleihen aus dem Eigenbestand oder aus Portfolios von Kunden feilbieten, die nervös geworden sind. Letzteres hält ein Betreuer vermögender Privatkunden „für die wahrscheinlichere Variante“. Grenke weist bisher alle Anschuldigungen von sich. So lägen etwa angeblich fehlende Barmittel auf Bundesbank-Konten. Der MDax-Konzern will sich weiter erklären: Am Freitagnachmittag soll es einen Call mit Investoren und Analysten zu den Vorwürfen geben.

Mehr zum Thema: Leerverkäufer attackiert Grenke - was Aktionäre und Anleiheinhaber jetzt bedenken sollten.

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