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Nach sechs Monaten Türkei gibt erstmals wieder Dollar-Anleihen heraus

Kaum lassen die Turbulenzen am Devisenmarkt nach, kehrt die Türkei wieder auf den Kapitalmarkt zurück. Die Regierung bietet erstmals wieder Anleihen im Volumen von zwei Milliarden Dollar an.

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Die Freilassung des US-Pastors Brunson hat Spekulationen angeheizt, dass Washington und Ankara ihren politischen Schlagabtausch beenden könnten. Quelle: dpa

Ankara Die Türkei hat erstmals seit sechs Monaten auf Dollar lautende Anleihen begeben, nachdem die politischen Turbulenzen, die die größte Volkswirtschaft im Nahen Osten von den internationalen Kapitalmärkten ausgeschlossen hatten, nachließen.

Die Regierung bot fünfjährige Anleihen im Volumen von zwei Milliarden Dollar zu einer Rendite von 7,5 Prozent an, sagte das Finanzministerium. Die Rendite sank gegenüber den vorherigen Plänen um etwa 25 Basispunkte.

Der Deal war mehr als dreifach überzeichnet, sagte Schatz- und Finanzminister Berat Albayrak. Begleitet wurde die Transaktion von Deutsche Bank AG, Goldman Sachs Group Inc. und Société Générale SA.

Die Platzierung erfolgte nach Monaten mit politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Lira auf ein Rekordtief drückten und die Fremdkapitalkosten auf ein Niveau trieben, das Auktionen von auf ausländischer Währung lautenden Staatsanleihen unerschwinglich machte.

Die Freilassung des amerikanischen Pastors Andrew Brunson in der vergangenen Woche und eine aggressive Zinserhöhung im September haben die türkische Währung stabilisiert und Spekulationen angeheizt, dass Washington und Ankara einen diplomatischen Schlagabtausch beenden werden.

„Es ist ein Signal der Stärke für den Markt, dass wir eine Transaktion über die Bühne bekommen – mit anderen Worten, der Marktzugang ist offen“, sagte Mohammed Elmi, ein Emerging-Market-Portfoliomanager bei Federated Investors UK in London. „Wir haben eine leichte Beruhigung der türkischen Volatilität gesehen, mit der Zinserhöhung, den mittelfristigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Inflationsplan und der Freilassung von Pastor Brunson.“

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