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Nachhaltiges Investment Deutsche Bank sammelt mit Öko-Anleihe halbe Milliarde ein

Die Deutsche Bank will Öko-Projekte wie den Ausbau Erneuerbarer Energien finanzieren. Dafür hat sie nun 500.000 Euro von Investoren eingeworben.

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Das größte deutsche Geldhaus will Öko-Projekte finanzieren. Quelle: Reuters

Die Deutsche Bank hat mit einer grünen Anleihe eine halbe Milliarde Euro von Investoren eingesammelt. Das Institut will mit dem Geld Öko-Projekte wie etwa den Ausbau Erneuerbarer Energien finanzieren, wie Bankchef Christian Sewing am Dienstag erklärte. Die Bank wolle die Transformation zu einer emissionsarmen Wirtschaft mitgestalten.

Die Nachfrage nach der Anleihe, die sechs Jahre läuft und mit einem Kupon von 1,375 Prozent verzinst ist, war Insidern zufolge groß. Mit 4,8 Milliarden Dollar war sie fast zehnfach überzeichnet, wie eine mit der Transaktion vertraute Person sagte. Die Investoren des Papiers seien institutionelle Anleger wie Fondsmanager, Banken, Versicherer und Pensionskassen vor allem aus Großbritannien und Deutschland.

Die Deutsche Bank hat vor ein paar Tagen die Voraussetzungen für die Platzierung solcher Öko-Anleihen geschaffen. Bereits im Oktober 2018 brachte die Commerzbank eine grüne Anleihe über 500 Millionen Euro auf den Markt. Größter Emittent in Deutschland ist die Förderbank KfW.

Grüne Anleihen liegen im Trend. Immer mehr Investoren ist es wichtig, dass ihr Geld nachhaltig angelegt wird. Bei klassischen Industrieunternehmen sind Green Bonds aber verbreiterter, da sie mit den eingesammelten Geldern leichter Öko-Projekte finanzieren können. Die Ratingagentur Moody's rechnet für 2020 mit einem weltweiten Volumen von 175 Milliarden bis 225 Milliarden Dollar. Damit sind Green Bonds aber immer noch ein Nischenprodukt im globalen, mehrere Billionen Dollar schweren Anleihemarkt.

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