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Nahrungsmittel-Geschäfte Deutsche Bank prüft Ausstieg

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Ein Goldman-Sachs-Schild an Quelle: REUTERS

Denn diese Agrarrohstoffe sind derzeit - weltweit -  rund 150 Prozent teurer als noch im Jahr 2000. Laut Goldman Sachs kommen die Preissteigerungen durch die stetig steigende Nachfrage der wachsenden Weltbevölkerung. Den Hunger der Schwellenländer - besonders dem nach Fleisch - komme man nicht so schnell nach. Gleiches gelte für den Energiebedarf.  „Diese langfristigen Trends sind der Hintergrund für den globalen Mangel an Nahrung“, heißt es in einem Schreiben von Steve Strongin, Chef des Investment Research bei Goldman Sachs, der in Schumanns Bericht zitiert wird.

Dass eine hohe Nachfrage den Preis treibt, ist klar. Allein an der Nachfrage dürften die rasanten, teils unaufhaltsamen Anstiege jedoch nicht liegen. Ganz ohne die Spekulanten kommt es nicht dazu. Inwieweit die Regulierungsbemühungen der USA weiterhelfen können, ist noch nicht abzusehen. Ein Anfang ist es aber allemal.

Wetten auf den Rohstoffpreis

Seit rund zehn Jahren sind Rohstoffe eine beliebte Kapitalanlage. Banken, Fonds und Investoren haben geschätzt rund 600 Milliarden Dollar an den Rohstoffbörsen angelegt.

Laut einer Analyse der Barclay Bank, die selber Rohstoffinvestor ist, hatten Investoren allein bis März dieses Jahres mehr als 400 Milliarden Dollar in Wertpapiere investiert, mit denen sie vom Anstieg der Preise profitieren.

Steigen die Preise, gewinnen die Investoren. Schlimme Auswirkungen hat ein Anstieg auf Regionen in Afrika und Südamerika, deren Hauptnahrungsmittel Weizen und Mais sind.

Künstlich verteuerte Nahrungsmittel

Und auch für UN-Organisationen oder die Welthungerhilfe wird es kritisch, wenn sie die künstlich verteuerten Nahrungsmittel aufkaufen müssen, um damit die Hungernden zu füttern.

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