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Nikkei, Topix und Co. Anleger in Asien halten sich vor Fed-Entscheid zurück

Investoren bleiben vor dem US-Zinsentscheid in Deckung. Positive Aussichten zum Handelsabkommen zwischen Japan und USA stützen die Stimmung.

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Am Vortag trieben steigende Ölpreise asiatische Energieaktien. Quelle: dpa

Vor dem Zinsentscheid in den USA haben sich Anleger in Fernost weitgehend zurückgehalten. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index diesen Dienstag knapp 0,1 Prozent fester bei 22.001 Zählern aus dem Handel und notierte damit auf dem höchsten Niveau seit mehr als vier Monaten. Vor dem US-Zinsentscheid diesen Mittwoch blieben viele Investoren in Deckung.

Gestützt wurde die Stimmung aber von einem Handelsabkommen zwischen Japan und den USA: Nach monatelangen Verhandlungen haben beide Länder ihren Konflikt entschärft. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass Abkommen zu Zollfragen und zum digitalen Handel „in den nächsten Wochen“ unterzeichnet werden sollten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

In China gaben die Kurse 1,6 Prozent nach. Die chinesische Zentralbank pumpte 200 Milliarden Yuan (umgerechnet knapp 26 Milliarden Euro) in den Markt, tastete ihren Zinssatz für ein Jahr von derzeit 3,3 Prozent jedoch nicht an. Analysten werteten das als Anzeichen dafür, dass die Notenbank davor zurückschreckt, den Geldhahn zur Ankurbelung der Konjunktur zu weit aufzudrehen.

Allerdings könnte sie an diesem Freitag nachziehen, wenn die Fed über ihren Kurs entschieden hat: Am Markt wird damit gerechnet, dass die Hüter des Dollar ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte herabschrauben und womöglich noch in diesem Jahr nachlegen. Das könnte Druck auch auf die japanische Notenbank ausüben, diesen Donnerstag bei ihrem Zinsentscheid ebenfalls die Geldschleusen weiter zu öffnen.

An der Hongkonger Börse fiel der Leitindex um 1,5 Prozent und steuerte auf den größten Verlust seit drei Wochen zu. Die Ratingagentur Moody's hat ihren Ausblick für Hongkong auf „negativ“ gesenkt und diesen Schritt mit den anhaltenden Protesten begründet. Zuletzt hatte auch die Agentur Fitch ihr Rating auf „AA“ von „AA+“ herabgesetzt.

Seit 1997 ist die frühere britische Kronkolonie eine chinesische Sonderverwaltungszone, deren Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als die in der Volksrepublik. Viele Hongkonger fürchten einen stärkeren Einfluss der Führung in Peking. Seit Juni gehen sie deshalb auf die Straße. Teilweise schlugen die Proteste in Gewalt um.

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