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Nikkei, Topix und Co. Anschläge in Afghanistan dämpfen Stimmung der asiatischen Anleger

Die Stimmung der asiatischen Anlegern ist gedrückt. Quelle: Reuters

Asiatische Anleger blicken am Freitag auf die US-Notenbank Fed. Auch die eskalierende Lage in Afghanistan drückt die wichtigsten Indizes in der Verlustzone.

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Die Stimmung der asiatischen Anleger war am Freitag nach den Anschlägen auf den Flughafen in Kabul etwas gedämpft. Auch in Erwartung auf die Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell sind die Anleger vorsichtig geworden. „Es gibt drei Dinge, die sich im Moment dazu beitragen, die Stimmung zu trüben“, sagte Kyle Rodda, Analyst bei IG Markets, und verwies auf die schwache Entwicklung an der Wall Street nach den Anschlägen in Afghanistan, auf die Vorsicht vor dem bevorstehenden Symposium in Jackson Hole und auf die Tatsache, dass die asiatischen Börsen in dieser Woche schwächelten, weil die Anleger wegen möglicher künftiger regulatorischer Maßnahmen in China nervös waren.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 27.647 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1929 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,1 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 109,98 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,4847 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9170 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1755 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0780 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3697 Dollar.

Bei den Selbstmordanschlägen am Flughafen Kabul sind nach Angaben eines Beamten mindestens 95 Afghanen getötet worden. Wahrscheinlich sei die Zahl sogar noch höher, sagte der Beamte, der anonym bleiben wollte, am Freitag. Zuvor hatten afghanische und US-Stellen von 13 getöteten US-Militärs und mindestens 60 ermordeten Afghanen gesprochen. Die Terrororganisation Islamischer Staat hat die beiden Anschläge für sich reklamiert.

Mehr zum Thema: Justine Fleischner folgt dem Weg der Waffen in Afghanistan. Im Interview erklärt sie, wie das funktioniert, warum die Übernahme von Macht und Kriegsgerät durch die Taliban vorhersehbar war – und ob sie deutsche Waffen gefunden hat.

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