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Nikkei, Topix und Co. Asiatische Aktien erholen sich – Fokus auf Omikron-Varante und Fed

Anleger blicken weiterhin auf die Fed und die weitere Zinspolitik. Aus China kommen unterdessen eher ernüchternde Konjunkturdaten.

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Die Stimmung der Anleger bessert sich trotz der anhaltenden Unsicherheit über die neue Virus-Variante. Quelle: dpa

Trotz der Ungewissheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Omikron-Variante schöpfen die Anleger in Asien neuen Mut und die Märkte erholen sich von einem Jahrestief. „Derzeit liegt der Fokus des Marktes auf Omikron und potenziellen Risiko, dass die Welt aus den Fugen geraten könnte, aber der eigentliche Fokus sollte auf der Fed und der Zinspolitik liegen. Das war der größte Schock der letzten Tage“, sagte Kerry Craig, Aktienstratege bei JPMorgan.

Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, hatte angekündigt, dass die Fed im Dezember diskutieren werde, ob sie ihre Anleihekäufe einige Monate früher als erwartet beenden werde. Er verwies auf eine starke Wirtschaft, ein ins Stocken geratenes Beschäftigungswachstum und eine hohe Inflation, die voraussichtlich bis Mitte 2022 anhalten wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 28.014 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent und lag bei 1942 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 113,42 Yen und stagnierte bei 6,3624 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9205 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1329 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 1,0429 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3313 Dollar.

Chinas Industrie bricht im November stark ein

Ernüchternde Konjunkturdaten kommen jedoch aus China: Das Coronavirus zwingt im November erneut die Industrie von Exportweltmeister China in die Knie. Gedämpfte Nachfrage, schrumpfende Beschäftigung und gestiegene Preise belasteten die Hersteller, wie die Mediengruppe Caixin und das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilten. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im November auf 49,9 von 50,6 im Vormonat.

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    Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 50,5 erwartet. Erst ab 50 signalisiert das Barometer ein Wachstum. „Die Versorgungsengpässe im verarbeitenden Gewerbe haben sich erholt, während die Nachfrage nachgelassen hat. Die Lockerung der Beschränkungen auf der Angebotsseite, insbesondere die Entspannung der Energiekrise, beschleunigte das Tempo der Produktionserholung“, sagte Wang Zhe, leitender Wirtschaftswissenschaftler bei der Caixin Insight Group, in einer Erklärung zu den veröffentlichten Daten. „Aber die Nachfrage war relativ schwach und wurde durch die Pandemie und steigende Produktpreise gedämpft.“

    Analysten gehen davon aus, dass sich die im dritten Quartal beobachtete Verlangsamung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal fortsetzen wird, da die Nachfrage angesichts der anhaltenden Pandemie voraussichtlich schwach bleiben wird.

    Mehr: Amerikas oberster Notenbanker schreckt die Märkte mit einer Bemerkung über die Preissteigerung auf – aber wird möglicherweise falsch verstanden.

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