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Nikkei, Topix & Co Asiatische Börsen rutschen aus Angst vor zweiter Virus-Welle ab

Neue Fälle in den USA und in Peking bereiten Anlegern Sorge. Dabei sollte eigentlich gerade jetzt die wirtschaftliche Erholung durchgreifen.

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Ein Mann mit Schutzmaske steht vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AP

Die Hoffnungen der Anleger an den asiatischen Börsen auf ein schnelles globales wirtschaftliches Comeback nach der Coronavirus-Pandemie wurden von steigenden Coronavirus-Fallzahlen in den USA und China zunichtegemacht. Mehrere US-Bundesstaaten berichteten von einem Anstieg neuer Infektionen, darunter Kalifornien, Florida, Texas und auch Oklahoma, wo Präsident Donald Trump am Samstag eine Wahlkampfveranstaltung abhalten will.

Auch in China sind die Ansteckungen nach einem Cluster, das auf einen Lebensmittelmarkt in Peking zurückzuführen ist, noch nicht unter Kontrolle: Chinas Hauptstadt hat zahlreiche Flüge gestrichen, Schulen geschlossen und einige Stadtteile abgeriegelt. „Es ist ein großer Schock für die Märkte, dass China, das so wie es schien die Krankheit erfolgreich bekämpft hatte, eine zweite Welle erlebt. Und in den USA sehen wir in vielen Staaten Rekordzahlen“, sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Dies deute darauf hin, dass je mehr die Wirtschaft wieder anläuft, es umso mehr Infektionen gibt. „Die Menschen haben gedacht, dass sich die Wirtschaft von Juli bis September nach dem trostlosen April-Juni schnell erholen wird. Aber das wird jetzt ungewiss“, fügte er hinzu.

Die Börse in Tokio hat sich am Donnerstag zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1 Prozent tiefer bei 22.229 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1583 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 106,87 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0785 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9493 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1247 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0678 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2549 Dollar.

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