WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Nikkei, Topix und Co. Asiatische Börsen rutschen nach Gewinnenttäuschung ab

Die Tech-Giganten haben vor allem mit ihren Ausblicken enttäuscht. Asiatische Anleger sorgen sich aber auch weiterhin um die steigende Inflation.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Die Stimmung der asiatischen Anleger ist zum Wochenende gedrückt. Quelle: AP

Die asiatischen Börsen haben sich am Freitag nach den enttäuschenden Quartalsergebnissen von Amazon und Apple und der weiterhin sinkenden Industrieproduktion in Japan uneinheitlich gezeigt. Die asiatischen Anleger, insbesondere an den Anleihe- und Devisenmärkten, sind zudem besorgt über die unterschiedlichen Reaktionen der Zentralbanken weltweit auf die steigende Inflation.

„Die Hintergrundgeräusche haben sich in den letzten Wochen nicht verändert, die Menschen sind immer noch besorgt über die Stagflation, die sich verlangsamenden Wachstumszahlen und die steigende Inflation, aber das ist im Moment mehr auf dem Anleihenmarkt als auf dem Aktienmarkt eingepreist,“ sagte Kerry Craig, globaler Marktstratege bei JPMorgan Asset Management.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf faktisch unverändert bei 28.823 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1995 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 113,57 Yen und stagnierte bei 6,3921 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9116 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1672 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0642 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3791 Dollar.

    Japanische Industrie den dritten Monat in Folge rückläufig

    Ernüchternde Konjunkturdaten kamen zum Wochenende aus Japan: Die dortige Industrie ist im September den dritten Monat in Folge wegen globaler Lieferengpässe gesunken. Die Industrieproduktion brach um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ein, wie am Freitag aus offiziellen Daten der Regierung hervorging. Damit schrumpfte die Produktion weiter, nachdem sie bereits im August um 3,6 Prozent und im Juli um 1,5 Prozent sank.

    Es war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vormonat seit einem Minus von 6,5 Prozent im Mai dieses Jahres und weitaus schwächer als der in einer Reuters-Umfrage von Wirtschaftsexperten prognostizierte Verlust von 3,2 Prozent. Die Verluste lassen sich vor allem auf den Rückgang der Auto- und Maschinenproduktion zurückführen. Die Daten zeigen, dass die Produktion von Autos und anderen Kraftfahrzeugen im September um 28,2 Prozent gegenüber dem Vormonat sank und damit ebenfalls den dritten Monat in Folge rückläufig war.

    Produktionsunterbrechungen in ganz Asien und ein langsamer Wachstum in China haben die Erholungsaussichten für Japans Wirtschaft getrübt, die stark vom Exportgeschäft abhängen, das durch die weltweite Pandemie beeinträchtig ist. Sieben von acht japanischen Automobilherstellern verzeichneten im September einen Rückgang der weltweiten Produktion, da der globale Mangel an Teilen und Speicherchips den Sektor belastet.

    Toyota Motor teilte am Donnerstag mit, dass die internationale Produktion des Unternehmens im September um 39,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken sei. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) befragten Hersteller erwarten allerdings für die kommenden Monate eine Erholung der Produktion. Ihrer Meinung nach, ist im Oktober mit einem Anstieg von 6,4 Prozent und 5,7 Prozent im November zu rechnen.

    Weitere Daten zeigten, dass die Arbeitslosenquote in Japan im Vergleich zum Vormonat weiterhin unverändert bei 2,8 Prozent lag. Ein Index, der die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen misst, stieg leicht auf 1,16 an, verglichen mit 1,14 im August. Zusätzlich stieg der Kernverbraucherpreisindex für Tokio, der Ölprodukte einschließt, aber die Preise für frische Lebensmittel ausschließt, im Oktober um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit den zweiten Monat in Folge.

    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%