Nikkei, Topix und Co. Asiatische Börsen zum Ende der Woche schwächer

Die asiatischen Börsen folgen der Wall Street ins Minus. Im frühen Handel notieren die wichtigsten Indizes bis zu 1,4 Prozent tiefer.

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Die asiatischen Anleger halten sich zum Wochenende zurück. Quelle: AP

Die Börse in Tokio hat sich am Freitag zunächst schwächer gezeigt, nachdem die US-Börsen wegen anhaltender Bedenken über die Straffung der US-Notenbank und schwächer als erwartet ausgefallener Wirtschafts- und Gewinndaten einen Rückschlag erlitten hatten. „Der gestrige Ausverkauf der US-Aktien war brutal und wird Asien heute Morgen dominieren“, sagte Rob Carnell, Chefökonom bei ING in Singapur.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent tiefer bei 27.377 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1 Prozent und lag bei 1919 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,4 Prozent auf 113,66 Yen und stagnierte bei 6,3424 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9149 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1328 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0367 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3593 Dollar.

Japans Verbraucherpreise sind im Dezember bereits den zweiten Monat in Folge so schnell gestiegen wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI), der die volatilen Preise für frische Lebensmittel ausschließt, aber die Kraftstoffkosten einschließt, stieg im Dezember um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die von der Regierung erhobenen Daten am Freitag zeigten.

Der VPI lag über der mittleren Marktprognose von 0,6 Prozent. Der schnelle Anstieg wird als Zeichen für den zunehmenden Inflationsdruck durch steigende Kraftstoff- und Rohstoffkosten gesehen. Analysten zufolge gilt es als unwahrscheinlich, dass der Anstieg des VPI die Bank of Japan (BOJ) dazu veranlassen könnte, die geldpolitischen Impulse in absehbarer Zeit zurückzunehmen, da die Inflation noch weit von dem Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank entfernt ist.

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