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Nikkei, Topix und Co. Industriedaten aus China verunsichern asiatische Anleger

Die chinesischen Einzelhandelsumsätze verfehlen die Analysten-Erwartungen. An den Märkten in Asien herrscht Unsicherheit.

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Die Anleger in Asien gehen verunsichert in die neue Woche. Quelle: dpa

Die asiatischen Aktienmärkte tendieren am Montag uneinheitlich. Die Daten zu den chinesischen Einzelhandelsumsätzen verfehlten trotz solider Industrieproduktion die Erwartungen der Analysten und verunsicherten die Anleger. „Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen ist auf einem historischen Tiefstand, eine Rekordzahl von Kleinunternehmen klagt über knappe Lagerbestände, die Häfen sind überlastet, und Engpässe bei Halbleiterchips und Neu-/Gebrauchtwagen treiben die Preise in die Höhe“, sagte Michelle Meyer, US-Volkswirtin bei der Bank of America (BofA). Sie erwarte, dass sich die Teuerungsrate für Waren bis zum Jahresende wegen sinkender Nachfrage abschwächen werde und die Produktion wieder anziehe.

Das Wachstum der Industrie in China verlangsamte sich im April. Im abgelaufenen Monat verzeichnete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Bereich einen Anstieg um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Daten des Nationalen Statistikamtes (NBS) am Montag zeigten. Die Daten entsprachen der Prognose der von Reuters befragten Analysten, zeigten aber eine Verlangsamung des Wachstums im Vergleich zum Anstieg von 14,1 Prozent im März.

Chinas Wirtschaft zeigte im April eine stetige Verbesserung, aber es gebe neue Probleme, sagte das NBS zu den Daten. Die Regierung in Peking sprach bei einer Tagung des Politbüros von einer ungleichmäßigen Erholung, da die Wirtschaft nach der Pandemie noch keinen festen Boden unter den Füßen habe.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen im April im Jahresvergleich um 17,7 Prozent und blieben damit deutlich hinter dem von Analysten erwarteten Anstieg von 24,9 Prozent zurück. Im März hatten die Verbraucher die Konjunktur noch mit einem Sprung von 34,2 Prozent angeschoben.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent tiefer bei 27.754 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1873 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,8 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 109,33 Yen und stagnierte bei 6,4372 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9021 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2133 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0946 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4086 Dollar.

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