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Nikkei, Topix und Co Inflationsangst lähmt Anleger in Asien

Die asiatischen Anleger warten auf die Bilanzsaison und neue Wirtschaftsdaten. Die Inflation sorgt für Verkaufsstimmung. Der Markt in Hongkong war wegen eines Sturms geschlossen.

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Die Anleger in Asien sind angespannt. Quelle: dpa

Die Anleger in Asien nehmen am Mittwoch vor einer Reihe von Wirtschaftsdaten Gewinne mit. Das Warten auf den Beginn der Bilanzsaison, chinesische Handelszahlen, Daten zur Verbraucherinflation in den USA und das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed machten die Börsianer nervös. „In dieser Woche überlagert die Inflation so ziemlich alles andere, weil sie die Prognosen der Fed in die eine oder andere Richtung drückt, und das ist einfach so entscheidend“, sagte Stefan Hofer, Chefanlagestratege der LGT für die Region Asien-Pazifik. „Diese Gewinnsaison ist auch deshalb kritisch, weil die Gewinne im vergangenen Quartal, insbesondere in den USA, sehr stark waren, was teilweise auf den Basiseffekt zurückzuführen ist. Das dritte Quartal könnte ein wenig normaler sein“, fügte er hinzu.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 28.169 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1978 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der Aktienmarkt in Hongkong war zunächst am Morgen wegen eines Wirbelsturms geschlossen.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 113,43 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4455 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9292 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1550 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0734 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3614 Dollar.

Chinas Exportwachstum zieht im September unerwartet an

Chinas Exporte wuchsen im September stärker als erwartet. Die Ausfuhren stiegen im September um 28,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Plus von 25,6 Prozent im August, wie Daten des Handelsministeriums am Mittwoch zeigten. Von Reuters befragte Analysten hatten eine Abschwächung des Wachstums auf 21 Prozent prognostiziert. Die solide weltweite Nachfrage konnte den Druck auf die Produzenten infolge von Energieengpässen und einem Wiederaufleben der Corona-Fälle im Inland teilweise ausgleichen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat sich von der Pandemie zwar schnell erholt, aber es gibt Anzeichen dafür, dass die Erholung an Schwung verliert. Die hohe Nachfrage nach Rohstoffen und Versorgungsengpässe trüben Chinas wirtschaftliche Aussichten.

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