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Nikkei, Topix und Co. Schwacher Start in zweite Jahreshälfte für Asien-Märkte

Die Anleger in Asien lassen sich von neuen Corona-Infektionen und Lockdowns verunsichern. Chinas Industriewachstum verlangsamt sich im Juni.

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Die Anleger sind zurückhaltend. Quelle: dpa

Die asiatischen Aktienmärkte starten am Donnerstag gedämpft in die zweite Jahreshälfte 2021. Sorgen über neue Coronavirus-Infektionen und Lockdowns sowie die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten ließen die Anleger nicht los. „Der Virus spielt immer noch eine Rolle ... obwohl es schwierig ist, im Moment eine Richtung zu erkennen“, sagte ING-Ökonom Rob Carnell aus Singapur. „Jeder ist ein wenig nervös und es ist so viel Geld im Umlauf, dass praktisch jede erdenkliche Option abgedeckt ist.“

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 28.640 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1935 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 111,07 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,4673 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9256 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1847 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0969 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3813 Dollar.

Chinas Industriewachstum verlangsamt sich im Juni

Das Wachstum der chinesischen Industrie verlangsamte sich im Juni infolge neuer Corona-Ausbrüche und Problemen in der Lieferkette. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im vergangenen Monat auf 51,3 von 52 im Mai, wie das Institut am Donnerstag auf Basis endgültiger Daten zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Der PMI markierte damit zwar den 14. Monat der Expansion, lag aber unter den Schätzungen der Analysten, die nur eine leichte Abschwächung auf 51,8 erwartet hatten. Jenseits der 50er Marke beginnt der Wachstumsbereich. Das Wiederauftreten von Corona-Fällen in der Exportprovinz Guangdong und daraus resultierenden Problemen in der Lieferkette drückten auf das Produktionswachstum.

Stimmung in Japans Wirtschaft hellt sich weiter auf

Die Stimmung in den Manageretagen der japanischen Großindustrie hellte sich nach den schweren Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie weiter auf. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Quartalsumfrage („Tankan“) der japanischen Notenbank unter rund 10 000 Unternehmen hervorgeht, verbesserte sich der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen zum Juni von zuvor plus 5 auf nun 14. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Industrie des Landes in der Mehrheit sind.

Damit hellt sich die Stimmung in den Manageretagen der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seit nunmehr vier Quartalen in Folge auf, allerdings nicht ganz so stark wie von vielen Ökonomen erwartet. Drei Monate zuvor war der Stimmungsindex für die Industrie von minus 10 auf plus 5 gestiegen, womit die Optimisten erstmals seit sechs Quartalen wieder die Mehrheit stellten.

Auch die nicht produzierenden Unternehmen sind erstmals seit fünf Quartalen wieder mehrheitlich optimistisch. Der Stimmungsindex bei diesen Unternehmen stieg von minus 1 im März auf plus 1, hieß es. Der von der Bank of Japan alle drei Monate erstellte „Tankan“-Bericht ist eine Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht.

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