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Nikkei, Topix & Co US-Aussagen zum Handelsabkommen lassen asiatische Börsen schwanken

Kommentare des US-Handelsberaters Peter Navarro führen zunächst zum Ausverkauf an den Märkten. Später konnte sich die Stimmung wieder erholen.

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Ein Passantin vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AP

Die Asiatische Aktien haben sich am Dienstag nach einem deutlichen Einbruch zu Tagesbeginn wieder erholt. Widersprüchliche Aussagen des Weißen Hauses über das Bestehen des Handelsabkommen der ersten Phase zwischen den USA und China brachten die Märkte ins Taumeln: Der Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, sagte, das Handelsabkommen mit China sei „vorbei“, da in den Augen der Vereinigten Staaten die Volksrepublik ein Übergreifen des neuartigen Coronavirus auf andere Länder hätte verhindern können.

Der Kommentar führte zunächst zu einem Ausverkauf an den Aktienmärkten. Die Stimmung erholte sich allerdings schnell nach der Erklärung Navarros, dass sein Kommentar aus dem Zusammenhang gerissen worden sei. Auch US-Präsidenten Donald Trump pflichtete auf Twitter bei, dass der Pakt „völlig intakt“ sei.

„Mit dem Weißen Haus können Sie nie sicher sein, ob sie ihre eigene Meinung oder die offizielle Position äußern“, sagte Moh Siong Sim, Devisenanalyst bei der Bank of Singapore. „Wenn das seine eigene Meinung ist, ist es ziemlich schlüssig mit Navarro. Wir wissen, dass er ein Hardliner ist. Aber letztlich ist es Trump, der entscheidet, ob das Handelsabkommen besteht oder vom Tisch ist.“

Als Reaktion darauf hat sich die Börse in Tokio hat sich am Dienstag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 22.642 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1594 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 107,17 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0762 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9469 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1268 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0675 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2475 Dollar.

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