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Nikkei, Topix & Co US-Jobdaten treiben Tokioter Börse an

Die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag stimmen die Händler in Fernost auch zum Wochenstart positiv. Zudem will Japans Notenbank ihrer Linie treu bleiben.

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Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel. Quelle: AP

Tokio Die Tokioter Börse hat am Montag zugelegt. Händler verwiesen auf die US-Arbeitsmarktdaten, die bereits am Freitag die Wall Street beflügelt hatten. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum späten Vormittag um 1,3 Prozent auf 22.063 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 1,1 Prozent auf 1709 Zähler.

Die im Nikkei notierten Eisai-Titel schossen um 16 Prozent in die Höhe. Der Pharmakonzern, der mit dem US-Unternehmen Biogen zusammenarbeitet, erzielte einen Studienerfolg mit einem Mittel gegen Alzheimer. Etliche Broker stuften die Aktie daraufhin auf „kaufen“ hoch.

Die Anteilsscheine von Panasonic gaben dagegen um 0,7 Prozent nach. Der Elektronikkonzern hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Werk wegen des Unwetters im Westen Japans nicht zu erreichen sei.

Der Euro behauptete sich im fernöstlichen Handel zum Dollar. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1760 Dollar. Zum Yen wurde die US-Währung kaum verändert mit 110,45 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9885 Franken je Dollar und bei etwa 1,1623 Franken je Euro.

Japans Zentralbank will bei lockerer Geldpolitik bleiben

Japans Notenbank (BOJ) will zudem ihrer lockeren Geldpolitik treu bleiben. Die Zentralbank wolle bis zum Erreichen ihres Inflationsziels von zwei Prozent an ihrem Kurs festhalten, bekräftige BOJ-Chef Haruhiko Kuroda am Montag in einer Rede. Die Währungshüter in Tokio versuchen seit Jahren mit Wertpapierkäufen in großem Stil, die Konjunktur anzukurbeln und die als zu niedrig betrachtete Inflation anzuheizen. Laut Kuroda sollte die Notenbank dabei bleiben, geduldig kräftige Geldspritzen zu vergeben.

Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen hatte das Land lange Zeit gelähmt. Die Japaner schoben Käufe auf in der Hoffnung auf immer niedrigere Preise. Noch immer ist das Inflationsniveau relativ niedrig: Der Anstieg der Verbraucherpreise bewege sich in einer Spanne von 0,5 bis ein Prozent, erklärte der Notenbanker.

In Japan beträgt der Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten 0,1 Prozent. Die BOJ strebt weiterhin eine Rendite von etwa null Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen an.

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