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Nikkei, Topix & Co Virus-Sorgen lassen asiatische Aktienmärkte einbrechen

Die Anleger befürchten, dass globale Handelsketten lahmgelegt werden könnten. Der Nikkei-Index verliert 3,2 Prozent. Auch der Yen stürzt ab.

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Die Aktienkurse in China spiegeln die Angst der Anleger vor den Auswirkungen durch das Coronavirus wider. Quelle: dpa

Die wachsende Furcht vor der globalen Verbreitung des Coronavirus dämpft weiterhin die Kauflaune der asiatischen Anleger. Die Börsianer befürchten, dass die Krankheit sich zur Pandemie entwickelt und als Folge globale Handelsketten lahmgelegt würden, die das weltweite Wachstum belasten könnten. „Wenn sich Reisebeschränkungen und Unterbrechungen der Lieferkette fortsetzen, könnten die Auswirkungen auf das globale Wachstum weiter verbreitet sein und länger anhalten“, sagte Jonas Glotermann von Capital Economics. Einige Händler zitierten hingegen als Stimmungsaufheller einen Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“ über einen möglichen Impfstoff, obwohl Testreihen des Medikaments an Menschen möglicherweise erst Ende April beginnen.

Die Zentralbanken in ganz Asien hatten ihre Politik bereits gelockert und die Regierungen haben große Finanzspritzen zugesagt. Japans Finanzminister Taro Aso sagte, er beobachte die Marktvolatilität genau, da asiatische Aktien aus Angst vor dem Virus einen größeren wirtschaftlichen Schaden nehmen könnten als ursprünglich angenommen. Der Nikkei-Index und der Yen wurden besonders hart getroffen, da Störungen der Lieferkette und der schrumpfende Tourismus aufgrund der Epidemie die Marktersorgen erhöhten, dass die Wirtschaft des Landes in eine Rezession rutschen könnte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 3,2 Prozent tiefer bei 22.631 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 3,4 Prozent und lag bei 1617 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 2,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 110,81 Yen und gab 0,2 Prozent auf 7,0133 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9788 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0862 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0632 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2937 Dollar.

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