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Nikkei, Topix & Co Virusausbruch bremst Hoch der asiatische Börsen

Die Verunsicherung durch den Coronavirus dämpft die Börsenrally. Während der Nikkei sich noch im Plus halten kann, macht die Börse in Schanghai Verluste.

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Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch infolge des Virusausbruchs in China und der damit verbundenen Angst um eine globale Pandemie nachgegeben. Insbesondere die Sorge einer schnellen Ausbreitung des grippeähnlichen Erregers durch Massenveranstaltungen im Rahmen der Feierlichkeiten zum chinesischen Mondneujahr haben die Aktien von Rekordhöhen verdrängt.

Der Ausbruch hat Erinnerungen an die Epidemie des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) in den Jahren 2002-03 geweckt, bei dem fast 800 Menschen ums Leben kamen und die weltweite Reisetätigkeit beeinträchtigt wurden. Chinas Gesundheitskommission erklärte am Mittwoch, es gebe 440 Fälle des neuen Virus, mit bisher neun Todesfällen.

Dieses Mal haben Chinas Reaktion und Offenheit einige der größten Befürchtungen über mögliche globale Folgen gedämpft. „Natürlich ist der Virus nicht im Kaim erstickt“, sagte Kay Van-Petersen, globaler Makrostratege bei Saxo Capital Markets. „Aber es gab keine weiteren großen Ausbrüche, und die Reaktion der chinesischen Behörden war sehr, sehr positiv. In China wohnen aus 1,4 Milliarden Menschen. Dies ist nicht das erste Mal, dass sie mit einem Virus umgehen müssen, der aus dem Ruder läuft.“

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 24.014 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent und lag bei 1741 Punkten.

Besonders hart wurden die Aktien von Luxusgütern und Luftfahrt getroffen. Die Fluggesellschaft Cathay Pacific erlaubt ihren Flugbegleitern, zum Schutz vor einer Infektion Gesichtsmasken zu tragen. Passagiere mit Ziel Wuhan können ihre Flüge bis zum 15. Februar kostenfrei umbuchen oder stornieren. Die Aktien von Cathay sind seit dem Ausbruch des Virus Anfang Januar um zehn Prozent gefallen.

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 110,02 Yen und stagnierte bei 6,9020 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9696 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1081 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0747 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3039 Dollar.

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